23.8.22: Papierflieger

Das ist vom Macbook Air M2 15 Zoll zu erwarten +++ Display-Experte: Apple konzentriert sich auf das iPhone 14 Pro Max +++ Studie gibt Apple recht: Remote Work ineffizient +++ Apple weitet Selbstreparaturprogramm auf Macbooks aus

Macwelt wünscht einen guten Morgen! Seit zwölf Jahren bereichert das iPad unsere Leben – und ist so vielfältig geworden wie diese selbst. Konnte man im Jahr 2010 das Apple-Tablett noch in allen Farben bekommen, solange es Schwarz war, haben wir nun die Wahl aus vier Baureihen und zahlreichen Eloxierungen. Das iPad kann fast alles, was auch iPhone und Mac können. Sogar telefonieren, wenn auch über Apps, die an sich anderen Zwecken dienten. Im Herbst bekommt das iPad sogar eine eigene Wetter-App, auf den Taschenrechner muss man weiter warten. Die Telefon-App bleibt auch außen vor, aber die nutzt selbst auf dem iPhone kaum noch jemand.

Apple fährt zwar mehr als die Hälfte seiner Umsätze mit dem iPhone ein, das iPad ist diesbezüglich aber genauso wichtig wie der Mac. In seinen ersten Quartalen hatte es gar einen wesentlich steileren Aufschwung als das iPhone ein paar Jahre zuvor hingelegt, stagnierte dann aber ein wenig und erlebte gar zwei, drei Jahre des leichten Niedergangs.

Das Brot-und-Butter-iPad aktualisiert Apple im Jahresrhythmus, in diesem Herbst soll es ein bedeutendes Update erhalten, aber vermutlich nicht mehr kosten als zuvor. Vielleicht lassen sich auch wieder Schulen, Behörden und große Firmen zu Massenbestellungen hinreißen. So wie die Luftfahrtgesellschaft United Airlines, die am 23. August 2011 bei Apple 11.000 Tablets für ihre Piloten orderte. Diese sollten auf langweiligen Flügen, bei denen der Autopilot das Kommando innehat, in aller Ruhe Angry Birds zocken dürfen, war die Absicht dahinter.

Nein! Natürlich nicht. Im Gegenteil hatte UA im iPad ein großes Sparpotential ausgemacht, denn fortan konnten die Piloten die Handbücher für den Flieger in digitaler Form mitführen, anstatt massenweise Papier in die Luft heben. Bis zu 20 Kilo haben die Schwarten gewogen, 16 Millionen Blätter konnte man sich pro Jahr sparen, was etwa 1.900 Bäumen jährlich das Leben rettet. Und auch der Spritverbrauch sank, UA berechnet eine Ersparnis von 326.000 Gallonen im Jahr.

Leider ist der Teil der Rechnung ein wenig milchmädchenhaft, denn die Flugbewegungen werden von Jahr zu Jahr mehr und der CO 2 -Ausstoß damit auch, iPad-Handbuch statt Papier im Flieger macht dann auch nicht mehr viel aus. Für Piloten weltweit bringt das iPad aber gewaltige Erleichterungen. Nur aus Sicht Apples ist es leider ein Nachteil, dass für diesen Einsatzzweck die Tablets kaum veralten und noch heute jede Menge alte iPads hin und her fliegen. Wenn man die nur zu diesem einen Zweck einsetzt und sämtliche Netzverbindungen kappt, ist nicht mal ein veraltetes iOS oder iPadOS ein Hinderungsgrund.

Lesetipps für den Dienstag

Nummer größer: Wer schon länger hier mitliest, erinnert sich daran, dass es das Macbook Air einst in zwei Größen gab. Dem ursprünglichen 13-Zöller stellte Apple für ein paar Jahre noch einen 11-Zöller bei, von 2010 bis 2015, um genauer zu sein. Den letzten Gerüchten zufolge, die unter anderem Bloombergs Mark Gurman eifrig verbreitet, soll das Macbook Air ab nächstes Jahr wieder eine Auswahl bei den Größen bieten. Apple werde dem regulären 13-Zöller, den es erst in diesem Sommer mit einem M2 ausgestattet hat, aber keine kleinere Variante beistellen, sondern eine größere, ein Macbook Air M2. Das 15-Zoll-Format hatte Apple Ende 2019 aufgegeben und das Macbook Pro seither auf 16 Zoll wachsen lassen, ein größeres Macbook Air sollte einen M2-Chip eingebaut haben und immer noch in Preis und Leistungsfähigkeit unter dem Macbook Pro 14 Zoll angesiedelt sein. Unsere Macworld-Kollegin Karen Haslam hat alle Details zum kommenden Macbook Air 15 Zoll zusammengestellt.

Lieferung : Der Display-Spezialist Ross Young schließt aus ihm vorliegenden Daten, dass Apple sich in diesem Herbst besonders vom iPhone 14 Pro Max viel erwarte. Etwa 29 Prozent aller für die neuen iPhones gefertigten Display seien für das größte der neue Geräte gefertigt. Im vierten Kalenderquartal werde Apple jedoch auch die Produktion des iPhone 14 Max steigern, welches im Lineup das in den letzten beiden Jahren nur mäßig verkaufte iPhone Mini ablösen werde.

Zeitverschwendung : Apple setzt seinen Mitarbeitern nun endgültig die Frist 5. September, um mindestens wieder drei Tage die Woche im Büro in Cupertino und anderen Niederlassungen der Arbeit nachzugehen. In der Belegschaft regt sich Unmut, zu sehr hat man sich an die Arbeit von Zuhause gewöhnt, bei der man sich vor allem die Pendelei durch das tägliche Verkehrschaos des Silicon Valley erspart. Fortune berichtet jedoch von einer Studie, die Befürworter der Remote Work ins Unrecht setzen würde. Qatalong und GitLab sind der Frage nachgegangen, wie effektiv Remote Work im Vergleich zu solcher im Büro ist und stellt der Heimarbeit ein vernichtendes Urteil aus. Wer zuhause arbeitet, verschwende bis zu fünfeinhalb Stunden pro Woche damit, seinen Vorgesetzten, digitale Präsenz zu zeigen, mit unnützen Tätigkeiten. Laut einer anderen Studie, die kürzlich in der MIT Sloan Management Review veröffentlicht wurde, könnte die Fernarbeit auch zu einer Verschlechterung der Arbeitskultur und folglich zu einer geringeren Produktivität bei bestimmten Arbeitnehmern beigetragen haben, berichtet Fortune weiter. Remote Work führe zu einer höheren Anzahl unwichtiger Meetings, die sich letztlich negativ auf die Produktivität auswirkten.

Verlängerung: Rechtzeitig vor dem Ablauf hat Apple ein Reparaturprogramm für iPhone 12 und iPhone 12 Pro verlängert, das sich auf Audioprobleme bezieht. Nur diese beiden Modelle sind betroffen und nicht die gleich alten iPhone 12 Mini und iPhone 12 Pro Max. Nun kann man drei Jahre nach dem Kauf sich noch für eine kostenlose Reparatur in den Apple Store oder zu einem autorisierten Fachbetrieb begeben, der überprüft, ob das Telefon qualifiziert ist.

Ausweitung der Kampfzone: Apropos Reparatur. Apple lässt seit Kurzem Besitzern von iPhones ihre Geräte selbst reparieren, stellt ihnen dabei Anleitungen und leihweise Werkzeuge zur Verfügung. Nicht für jede*n geeignet, aber wer will – gerne. Apple weitet diesen Service nun aus, auf Macbooks, aber vorerst nur in den USA. Selbst reparieren bleibt aber recht kompliziert.

Verbessert: In macOS Ventura bekommt die interne Suche des Mac namens Spotlight weitere Verbesserungen, vor allem für die Suche im Web und der Darstellung der Suchergebnisse. Diese sind jetzt deutlich ausführlicher, Quick Look, die schnelle Vorschau, ist innerhalb der Ergebnisse möglich. Zudem sucht Spotlight auch in den Metadaten von Bildern. Alle Details erklärt Roman Loyola.

Schuldig: Der ehemalige Apple-Mitarbeiter Xiaolong Zhang hat sich vor Gericht schuldig bekannt, bei Apple geheime Dokumente über die Entwicklung des Apple Car aus gesicherten Datenbanken heruntergeladen zu haben. Zhang wurde im Jahr 2018 auf dem Flughafen von San José verhaftet, als er versuchte, das Land zu verlassen. Seit 2015 war er bei Apple beschäftigt und hatte an Schaltkreisen gearbeitet, die Sensordaten verarbeiten sollten. Details über den Deal, den Zhang mit der Staatsanwaltschaft einging, sind nicht bekannt, ihm drohen jedoch bis zu zehn Jahre Haft.

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