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AMD gegen Intel: CPU-Trends 2022

Die Zeiten haben sich geändert: Intel muss mit neuen CPUs Marktanteile zurückerobern. AMD könnte dank überlegener Technik eigentlich abwarten – tun sie aber natürlich nicht.

Intel meldet sich mit der neuen Generation Alder Lake zurück: Die Prozessorserie verbindet leistungsfähige P- und sparsame E-Kerne.
Intel meldet sich mit der neuen Generation Alder Lake zurück: Die Prozessorserie verbindet leistungsfähige P- und sparsame E-Kerne.
Foto: Intel

Intel will sich neu erfinden: Im PC-Bereich hat das Unternehmen die Tempokrone an die Ryzen-CPUs von AMD verloren und mit Apple einen wichtigen Kunden, der seine Macbooks inzwischen mit den selbst entwickelten M1-Prozessoren bestückt.

Der erste Schritt zurück zur Marktführerschaft sollen die Hybrid-CPUs der Generation Alder Lake-S sein: Sie bestehen aus leistungsfähigen Kernen (sogenannte P-Cores, für Performance) sowie sparsamen Kernen (E-Cores, für Efficiency), ähnlich wie es Apple mit den M1-Prozessoren vorgemacht hat. Außerdem unterstützt Alder Lake PCI Express 5.0, um die Grafikkarte anzubinden, sowie DDR5-Speicher. Seit November 2021 gibt es die Hybrid-Prozessoren für den PC, Anfang 2022 kommt die Serie Alder Lake-P für Notebooks auf den Markt: Je nach Modell setzen sich diese Mobil-CPUs aus einer unterschiedlichen Anzahl von P- und E-Kernen zusammen.

Für Spiele-Notebooks soll es zum Beispiel 14-Kerner mit sechs P- und acht E-Cores sowie einer Leistungsaufnahme von 45 Watt geben – entsprechend den derzeitigen H-Modellen. In Standard-Laptops werden Varianten mit vier P- und acht E-Kernen zum Einsatz kommen als Nachfolger der Serie Tiger Lake-U. Schließlich wird es noch einen besonders sparsamen Ableger Alder Lake-M geben, dessen Leistungsaufnahme mit maximal neun Watt sehr flache und leichte Notebooks ohne Lüfter möglich machen könnte. Er besteht aus zwei P- und acht E-Kernen. Mit Alder Lake hat Intel gute Chancen auf die Tempokrone.

Mit der folgenden Generation Raptor Lake soll auch die Recheneffizienz deutlich besser werden – unter anderem mit der neuen P-Kern- Architektur Raptor Cove und einem verbesserten Spannungswandler, der für eine feinere Abstimmung bei CPU-Spannung und -Stromaufnahme sorgen soll. Diese 13. Core-Generation steht im Herbst 2022 an, bevor es 2023 mit der komplett erneuerten Hybrid-Reihe Meteor Lake weitergeht.

Mehr Platz für den L3-Cache: Bei neuen Prozessoren stapelt AMD zusätzliche Cache-Bausteine auf das flachere Prozessor-Die – zum Vorteil leistungshungriger Anwendungen.
Mehr Platz für den L3-Cache: Bei neuen Prozessoren stapelt AMD zusätzliche Cache-Bausteine auf das flachere Prozessor-Die – zum Vorteil leistungshungriger Anwendungen.
Foto:

AMD dagegen plant keine Entwicklung einer Hybrid-CPU: Zu Beginn des Jahres kommt eine verbesserte Version des Ryzen 5000 mit 3D V-Cache: Damit lässt sich der L3-Cache des Prozessors vergrößern, was vor allem bei Spielen und anderen leistungshungrigen Anwendungen Vorteile bringen soll.

Kurz darauf folgt die Serie Ryzen 6000 mit dem Codenamen „Rembrandt“: Diese Notebook-CPUs mit bis zu acht Kernen basieren auf der verbesserten Architektur Zen 3+ samt Unterstützung für DDR5-Speicher sowie einem effizienteren Fertigungsverfahren in 6 Nanometern. Als Grundlage der internen CPU-Grafik dient RDNA 2 – die Architektur der aktuellen AMD-Grafikkarten der Serie Radeon RX 6000.

Ende 2022 steigt die Ryzen-Familie auf die neue Kernarchitektur Zen 4 um, bei der die CPU-Varianten Phoenix und Raphael auch über PCI-Express 5 verfügen.

Siehe auch:
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