Die besten 5G-Smartphones

Die besten 5G-Smartphones
  1. Die besten 5G-Smartphones
  2. Die besten 5G-Smartphones: Platz 1-4
  3. Die besten 5G-Smartphones: Platz 5-9
  4. Die besten 5G-Smartphones: Platz 10-14
  5. 5G-Smartphones: Neues 5G-Messsystem macht connect fit für die Zukunft
Die besten 5G-Smartphones im Test
Die besten 5G-Smartphones im Test: 5G-Empfang auf dem Prüfstand
© Ira Lichi / shutterstock.com

Man muss sich das Mobilfunknetz vorstellen wie ein riesiges Gebilde aus miteinander verbundenen Kabeln, Antennen und Servern, die permanent ihre Struktur verändern, zusammengehalten von Software, deren Parameter ebenfalls immer wieder angepasst werden.

Vor diesem Hintergrund ist die Einführung der neuen Mobilfunkgeneration 5G als evolutionärer Prozess zu verstehen, der sich im Hintergrund über Jahre vollzieht. Bei 5G legt keiner einen Schalter um und dann ist es da, auch wenn die Presse- und Marketingabteilungen der Netzbetreiber gerne ein anderes Bild zeichnen.

Man kann das problematisch finden, aber es ist ein normaler Entwicklungsprozess. Bei 5G kommt erschwerend hinzu, dass einzelne, als revolutionär beschriebene Eigenschaften erst nutzbar sind, wenn alle Bestandteile des Netzwerkes entsprechend ausgebaut sind. 5G entsteht Stufe für Stufe, bis es alle im Vorfeld gegebenen Versprechungen erfüllt. Es reicht nicht, ein paar neue Antennen auf Masten zu montieren, auch das Rechenzentrum und die Edge Cloud müssen stehen.

Die wichtige Frage lautet nun, wo Deutschland auf diesem Entwicklungspfad verortet werden kann. Die Netzbetreiber haben in den letzten drei Jahren viel erreicht, Deutschland steht beim 5G-Ausbau im internationalen Vergleich gut da. Die Telekom spricht davon, dass inzwischen mehr als 90 Prozent der Haushalte in Deutschland von ihrem 5G-Netz erreicht werden.

Bei Vodafone und Telefónica sind die Zahlen nicht so hoch, aber die Tendenz zeigt in die gleiche Richtung. Unser aktueller Netztest (hier unser Test) bestätigt, dass alle drei Netzbetreiber große Fortschritte bei 5G gemacht haben. Nicht nur in Großstädten sind die 5G-Anteile deutlich gestiegen, auch in Kleinstädten, auf Straßen und sogar in der Bahn.

An dieser Stelle könnte man das Kapitel beenden, das Buch zuklappen und sich zufrieden zurücklehnen. Aber ganz so einfach ist es nicht.

Die besten 5G-Smartphones im Test - Frequenzbänder
Frequentiert: Die Anbieter nutzen das ihnen zugeteilte Spektrum etwas unterschiedlich. Die Grafik zeigt den Stand nach connect-Recherche im Dezember 2022. In Angaben von Smartphoneherstellern über unterstützte Frequenzbänder finden sich meist die genannten Band-Nummern, bei 5G mit dem Zusatz n (für New Radio) – z. B. „n28“ für 5G-Unterstützung auf 700 MHz. Für 5G NSA muss das Phone auch ein „Ankerband“ im LTE-Modus unterstützen.
© Hintergrundgrafik: Informationszentrum Mobilfunk / Telekom / Vodafone / O2 / 1&1 / Montage: connect

NSA als Brückentechnologie

Denn wenn man den Schalter nicht einfach umlegen kann, bedeutet das im Umkehrschluss, dass die Einführung von 5G wie eine Operation am offenen Herzen ist, ein Eingriff in die bestehende Netzinfrastruktur, der technische Kompromisse erfordert, damit die Integration reibungslos gelingt.

Betrachten wir den Teil des Netzwerkes, der sich am einfachsten auf 5G umrüsten lässt: Das „Radio Access Network“ (RAN) umfasst die Funkschnittstelle, also vereinfacht gesagt alle Basisstationen mit den Antennen und Masten. Es ist ja kein Zufall, dass die erste Pressemitteilung zur Einführung von 5G in Deutschland, datiert auf den 16. Juli 2019, von der Aktivierung von 25 Antennenstandorten handelt, die nun 5G funken.

Aber das RAN ist nur der am stärksten sichtbare Teil des Netzes. Wenn die Daten auf die Reise gehen, dann wandern sie in das Core Network, das Kernnetz, also von der Antenne in die Kabel und Server. Und dieses Kernnetz unterscheidet sich bei 5G grundlegend von 4G, weil viele Hardware-Komponenten nun virtualisiert werden: Im 5G-Netz gibt es kaum noch Router oder Firewalls in physischer Form, diese laufen als Software-Instanzen in der Cloud.

Für den Netzbetreiber bringt das enorme Kostenvorteile und eine größere Flexibilität. Zudem können Funktionen des Netzwerkes per Update aktualisiert oder erweitert werden, ohne Hardware austauschen zu müssen. Der Nachteil besteht darin, dass das neue Core Network mit großem Aufwand aufgebaut werden muss. Um einen Übergang bei laufendem Betrieb zu ermöglichen, wurde 5G NSA konzipiert, dabei steht NSA für „Non-Standalone“, womit gemeint ist, dass 5G nicht „allein“ funkt, sondern im Verbund mit 4G.

Dabei dient 4G als Ankerband, über das die Verbindung initiiert und gesteuert wird. 5G NSA ist also ein Hybrid aus 4G und 5G. Der Standard ermöglicht auch Dynamic Spectrum Sharing (DSS), bei dem LTE und 5G von einer Mobilfunkantenne parallel angeboten werden können. DSS hat den 5G-Ausbau enorm beschleunigt. Wir wissen aus gut informierten Kreisen, dass 5G NSA im Verbund mit DSS in Deutschland aktuell dominiert, während 5G Standalone (SA), also reines 5G, bisher kaum eine Rolle spielt.

Die besten 5G-Smartphones im Test - IZMF Grafik 5G-NSO
Alleinstehend oder gebunden: In den ersten 5G- (Non-Standalone-) Netzen steuert das 4G-Kernnetz die 5G-Antennen mit. „5G Standalone“ nutzt ein eigenes 5G-Kernnetz – gemeinsam mit dem 4G-Core oder gegebenenfalls als Ersatz dafür.
© Informationszentrum Mobilfunk

Die richtige Bandkombination

Bei 5G NSA spielen die Bandkombinationen aus 4G und 5G eine wichtige Rolle. Nicht jedes Smartphone unterstützt die Kombination, die vom Mobilfunknetz standortabhängig bereit gestellt wird.

Problematisch sind vor allem Low-Band/Low-Band-Kombinationen (also auf Deutschland bezogen das 5G-Band n28 (700 MHz) zusammen mit LTE Band 20 (800 MHz)), weil besondere technische Anforderungen an das Antennendesign gestellt werden.

Sogar brandneue Highend-Smartphones wie das Google Pixel 7 (Pro), das iPhone 14 (Pro) und das Motorola Razr 2022 unterstützen diese Bandkombination nicht und sind damit in der Fläche aktuell de facto nicht 5G-fähig. Denn auf dem Land setzen die Netzbetreiber vorwiegend auf das reichweitenstarke 700/800-MHz-Band.

Das Motorola Razr würde alternativ eine Kombination aus 5G n28 und LTE Band 3 unterstützen, aber aus Netzbetreibersicht ist es nicht sinnvoll, eine solche Low-Band/Mid-Band-Kombination in der Fläche anzubieten.

Auch aus Sicht des Nutzers ist eine solche Kombination wenig sinnvoll: Warum sollte man eine Datenverbindung über das reichweitenschwächere Mid-Band initiieren, um dann in das durchsatzschwächere Low-Band zu wechseln?

Das Low-Band kann zwar nur relativ wenige Daten transportieren, aber es spielt auch in den Städten eine wichtige Rolle als Coverage-Band, das den Empfang in Gebäuden verbessert, wo die kurzwelligeren Bänder nur schlecht durchkommen.

Es kann also gut sein, dass ein iPhone 14 auch in der Stadt keinen 5G-Empfang hat, wenn man gerade im Restaurant sitzt oder beim Shoppen ist. 5G SA wird dieses Problem aus der Welt schaffen, aber bis es in der Breite verfügbar ist, dürfte noch einige Zeit vergehen.

Ein Beinbruch ist dieses Defizit trotzdem nicht, da im Low-Band auch 5G keine Geschwindigkeitsvorteile bringt. Ganz anders sieht es im High-Band n78 aus, das mit 3,6 GHz zwar keine hohe Reichweite bietet, aber sehr hohe Datendurchsätze ermöglicht.

Die neuen Giga-Bit-Rekorde werden darüber realisiert. Gerade in den dicht besiedelten Ballungszentren wird n78 von allen Netzbetreibern bereits intensiv genutzt und schafft hier einen spürbaren Vorteil für die Verbraucher, vor allem an stark frequentierten Hotspots.

Deutlich wird: Zum aktuellen Zeitpunkt bietet 5G den größten Mehrwert an dicht besiedelten Orten in Form von höheren und stabileren Datenraten. Sein volles Potential in Form von ultrakurzen Latenzen, Edge Computing, Network Slicing für M2M und Ultra Reliabilty wird das 5G-Mobilfunknetz in der Breite erst in einigen Jahren erreichen.

Ranking 5G-Smartphones

  1. Google Pixel 7: 52 Punkte – sehr gut
  2. Samsung Galaxy Z Flip 4: 52 Punkte – sehr gut
  3. Google Pixel 7 Pro: 51 Punkte – sehr gut
  4. Samsung Galaxy S22 Ultra: 49 Punkte – sehr gut
  5. Xiaomi 12T Pro: 49 Punkte – sehr gut
  6. Motorola Razr 2022: 48 Punkte – sehr gut
  7. Samsung Galaxy S22+: 48 Punkte – sehr gut
  8. Apple iPhone 13 Pro Max: 47 Punkte – gut
  9. Honor Magic 4 Pro: 47 Punkte – gut
  10. Apple iPhone 14 Pro Max: 44 Punkte – gut
  11. Sony Xperia 5 IV: 44 Punkte – gut
  12. Xiaomi 12T 41: Punkte – gut
  13. Oneplus 10T: 40 Punkte – befriedigend
  14. Samsung Galaxy S22: 37 Punkte – befriedigend
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