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Die besten Windows-Tablets im Vergleichs-Test

Wir testen, welcher Hersteller das beste Windows-Tablet baut und stellen Ihnen die Tablet-Highlights des Jahres vor.

Vorbild, aber nicht mehr Vorreiter: Am Surface Pro orientieren sich alle Hersteller von Windows-Tablets. Wie Microsoft setzen sie bei ihren Geräten auf einen ausklappbaren Standfuß, durch den sich das Tablet auch ohne Hülle flexibel platzieren lässt, auf ein hochwertiges und stabiles Gehäuse, ein Display mit hervorragender Bildqualität und auf aktuelle Mobiltechnik wie Intels Tiger-Lake-CPU und Thunderbolt 4. Diese Qualitäten besitzt auch Microsofts neues Surface Pro 8 , doch ein Alleinstellungsmerkmal sind sie nicht mehr wie unser Test zeigt.

Denn der Testsieger Dell Latitude 7320 Detachable glänzt dank Tiger-Lake-CPU ebenfalls mit hoher Rechenleistung und lässt sich wie das Surface Pro 8 mittels zweier Thunderbolt-4-Anschlüsse flexibel über eine passende Docking-Station mit der kompletten Peripherieausstattung auf dem Schreibtisch wie Monitor, externer Speicher, Netzwerk und Eingabegeräte verbinden.
Außerdem deckt das 7320 besser als das Surface die Anforderungen großer Unternehmen ab: Es lässt sich mit LTE-Modem ausstatten und hat einen Fingersensor, einen Smart-Card-Leser sowie NFC zur kontaktlosen Anmeldung per Smart-Card. Ein weiterer Pluspunkt für Business-Kunden ist die lange Garantie von 36 Monaten.

Auch bei der Bildqualität spielen beide Tablets auf Top-Niveau mit hoher Helligkeit von über 400 cd/qm, starkem Kontrast und weiter Farbraumabdeckung. Das Seitenverhältnis 3:2, das beim Officeeinsatz mehr Überblick bietet, haben beide Tablets gemeinsam. Lediglich die geringe Display-Auflösung von 1920 x 1200 ist ein Schwachpunkt beim Latitude 7320. Hier punktet das Surface Pro 8 mit 2880 x 1920 Bildpunkten.

Da die beiden Top-Tablets in den meisten Tests gleichauf liegen gibt vor allem der Preis den entscheidenden Ausschlag für ein bestimmtes Modell: Beim Vergleich müssen Sie berücksichtigen, dass beim Dell-Tablet eine sehr gute Ansteck-Tastatur sowie ein Eingabestift im Lieferumfang enthalten sind, während Sie dieses Zubehör beim Surface Pro 8 extra kaufen müssen.

Test-Sieger: Dell Latitude 7320 Detachable

Testsieger: Dell Latitude 7320 Detachable

Das  Dell-Tablet bietet Business-Tauglichkeit ohne Kompromisse. Das fängt bei der ordentlichen Rechenleistung an, setzt sich mit der sehr guten Akkulaufzeit fort und zeigt sich vor allem in der optimalen Ausstattung für den Geschäftseinsatz sowie der langen Garantiedauer.

Dell Latitude 7320 Detachable: Zum ausführlichen Test

Preis-Leistungs-Sieger: Lenovo Yoga Duet 7i 13

Preis-Leistungs-Sieger: Lenovo Yoga Duet 7i 13

Eigentlich könnte hier auch das Microsoft Surface Pro 7 stehen: Denn das Lenovo Yoga Duet 7i 13 bekommen Sie derzeit für unter 1200 Euro – und in etwa genauso viel müssen Sie für das Surface-Tablet ausgeben, wenn Sie sich dazu noch Tastatur und Stift holen, die beim Yoga mitgeliefert werden. Abgesehen davon ähneln sich die beiden Konkurrenten nicht nur im Aussehen, sondern auch in der Testleistung. Dann geben Details wie zum Beispiel die USB-Anschlüsse (3 statt 2 beim Duet, aber nur Typ-C) den Ausschlag bei der Kaufentscheidung.

Lenovo Yoga Duet 7i 13: Zum ausführlichen Test

Lenovo Yoga Duet 7i 13 bei Amazon  

Lenovo Yoga Duet 7i 13 bei Media Markt  

Preistipp: Microsoft Surface Go 3

Preistipp Windows-Tablets: Microsoft Surface Go 3
Vergrößern Preistipp Windows-Tablets: Microsoft Surface Go 3

Der Glanz der Pro-Brüder strahlt auf das kleinere Go 3 mit Windows 11 ab, weil es ebenfalls durch Verarbeitungs- und Bildqualität überzeugt. Der Leistungsabstand zu den teuren Windows-Tablets ist aber enorm. Doch wenn es nur um den gelegentlichen produktiven Einsatz geht und das Budget begrenzt ist, dürfen Sie zugreifen.

Microsoft Surface Go 3: Zum ausführlichen Test

Top Ausstattung zum günstigen Preis

Auch beim deutlich günstigeren Lenovo Yoga Duet 7i 13 sind Tastatur und Eingabestift immer dabei. Es kann in den meisten Tests mit den beiden Top-Tablets mithalten, lediglich die Rechenleistung und die Akkulaufzeit fallen minimal schlechter aus. Besonders flexibel sind Sie mit der Tastatur des Lenovo-Tablets: Sie lässt sich dank Bluetooth auch ohne direkten Kontakt zum Tablet nutzen. Wie das Type-Cover eines Surface können Sie es aber über den Pogo-Pin-Konnektor auch mit dem Tabletgehäuse verbinden.

Beim Lenovo Yoga Duet 7 sind Tastatur und Stift dabei.
Vergrößern Beim Lenovo Yoga Duet 7 sind Tastatur und Stift dabei.

© Lenovo

Ob Sie eine Ansteck-Tastatur brauchen, hängt vom hauptsächlichen Einsatzzweck ab: Bedienen Sie das Gerät überwiegend per Touchscreen und tippen nur kürzere Texte, reicht Ihnen die On-Screen-Tastatur. Die Tastaturen des Surface Pro 8 und des Dell Latitude kommen aber bei Bedienung und Eingabe einer echte Notebook-Tastatur sehr nahe: Soll das Windows-Tablet also einen Laptop ersetzen, kommen Sie beim Microsoft-Modell um diese Investition nicht herum.

Achtung: Die älteren Type-Covers passen nicht ans Surface Pro 8. Lediglich die Tastaturen für das Surface Pro X lassen sich mit dem neuen Modell verwenden. Die Preise für passende Tastaturen reichen von 120 bis 160 Euro. Das Pro Signature Keyboard   besitzt zum Beispiel eine Aufbewahrungsmulde mit Ladefunktion für den Surface Slim Pen 2 – also den Eingabestift.

Für Surface-Fans bieten sich als Alternative zum aktuellen Surface Pro 8 auch die Vorgängermodelle an, die meist noch gut verfügbar sind – wie das Surface Pro 7. Seine Leistung ist für die meisten Office-Aufgaben immer noch ausreichend, die Bildqualität des hochaufgelösten 12,3-Zoll-Displays ebenso hervorragend wie die Verarbeitung.

Auch die Vorgängermodelle Surface Pro 6 und Surface Pro (2017) sind noch erhältlich und bei ähnlicher Ausstattung meist günstiger als das Pro 7. Was die Qualität von Display und Gehäuse angeht, müssen sie sich nicht vor dem Pro 7 verstecken, statt Typ-C haben sie aber nur Typ-A. Wer bei der Arbeit mit einem Windows-Tablet keine hohe Rechen-Power braucht, ist auch mit der geringeren Leistung der älteren CPUs in den Vorgängermodellen gut bedient. 

Das Surface Pro 8 nutzt Thunderbolt 4 und lässt sich daher mit jeder Thunderbolt-Docking-Station erweitern. Dennoch gibt Microsoft den proprietären Connect-Port nicht auf: Er dient zur Stromversorgung des Tablets, aber auch zum Anschluss des Surface Dock 2 , mit dem das Windows-Tablet zum Bürorechner wird: Denn die Docking-Station bietet Anschlüsse für Displays über Typ-C, für USB-Peripherie über Typ-A sowie einen Gigabit-LAN-Anschluss. Der Vorteil: Dank des Connect-Port lässt sich die Docking-Station auch mit älteren Surface-Modellen verwenden, die kein Thunderbolt haben. Außerdem bietet können Unternehmen sie zentral verwalten und je nach angeschlossenem Gerät bestimmte Anschlüsse sperren oder freischalten.

Soll das Windows-Tablet ins Unternehmens-Netzwerk eingebunden werden, ist eine Pro-Version von Windows 10 oder 11 Pflicht. Hier müssen Sie bei den neueren Surface-Modellen aufpassen: Normalerweise sind sie mit der Home-Variante von Windows ausgestattet, die Pro-Variante gibt es nur in speziellen Ausstattungen, die Surface Pro for Business heißen. Das Surface Pro 7+ ist nur mit Windows Pro erhältlich.
Auch wenn Sie unterwegs eine Netzwerkverbindung für das Tablet benötigen, müssen Sie beim Surface Pro 8 zur Business-Variante greifen: Denn nur die Windows-Pro-Modelle gibt es auch mit LTE. Gleiches gilt für das Pro 7+.

Tablet mit Windows on ARM: Microsoft Surface Pro X
Vergrößern Tablet mit Windows on ARM: Microsoft Surface Pro X

© Microsoft

Ebenfalls über LTE verfügt das Surface Pro X : Der größte Unterschied des sehr schmalen und leichten Tablets ist aber die ARM-Architektur seines Prozessors. Smartphones und iPads nutzen schon lange CPUs mit diesem Befehlssatz sowie dazu passende Betriebssysteme, die der Kombination aus Windows und x86/x64-CPU vor allem bei der Recheneffizienz überlegen und daher besser für ultramobile Rechner geeignet ist.

Während es aber bei Android und vor allem iPadOS eine riesige Auswahl an Produktiv-Software gibt, mangelt es dem relativ jungen Windows auf ARM-Basis daran. 32-Bit-Software kann das ARM-Windows in einem Emulator ausführen, wo sie aber langsamer laufen als auf einem Standard-Windows und meist eine höhere Rechenleistung benötigen, was die Akkulaufzeit reduziert. Mit Windows 11 können die ARM-Geräte auch 64-Bit-Programme emulieren, was zumindest das Softwareangebot deutlich erweitert.

Windows-Tablets für wenig Geld

Im Preisbereich unter 800 Euro finden Sie Tablets mit eingeschränkter Rechenleistung und weniger Speicherplatz. Sie genügen aber fürs Surfen und einfache Office-Aufgaben, was sie zum idealen Zweitgerät für unterwegs macht. Außerdem sind sie sinnvoll für Anwender mit knappen Budget – zum Beispiel Schüler und Studenten.

Ab 400 Euro erhältlich: Surface Go 3
Vergrößern Ab 400 Euro erhältlich: Surface Go 3

© Microsoft

Die klare Empfehlung bei den günstigen Windows-Tablets ist die Modellserie Surface Go. Mit dem Surface Go 3 hat Microsoft sie für Windows 11 aktualisiert – es läuft ab Werk im S-Modus, der nur Programme aus dem Windows-Store erlaubt. Dieser Modus lässt sich abschalten, danach arbeitet das Surface Go 3 mit Windows 11 Home. Aufgrund der schwächeren CPU-Ausstattung mit Core i3 oder Pentium Gold 6500Y bietet neue Go 3 wie seine Vorgänger eine deutlich schlechtere Rechenleistung als die Pro-Modelle. Allerdings arbeitet das günstige Windows-Tablet komplett lautlos, weil es keinen Lüfter braucht.

Abgesehen von der geringeren Leistung und Akkulaufzeit überzeugen auch die Go-Modelle mit dem integrierten Standfuß, einer hervorragenden Verarbeitung und einer überdurchschnittlichen Displayqualität. Wer noch mehr sparen will, kann auf zu den weiterhin verfügbaren Vorgängermodellen Microsoft Surface Go 2 und Surface Go greifen.

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