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Googeln ohne Google: Alternative Suchmaschinen

Personalisierte Werbung bei der Suche im Netz ist umstritten, aber das Geschäftsmodell der Suchmaschinen Google und Bing. Wer diese nicht möchte, kann alternative Suchmodelle verwenden

Letztendlich kommt man bei der Suche im Web nicht an Google oder Bing vorbei. Zumindest nicht, wenn man weder die russische Suchmaschine Yandex oder das chinesische Pendant Baidu verwenden möchte. Denn auch die vier hier vorgestellten Alternativen für die Suche im Web greifen mehr oder weniger auf Dienstleistungen dieser beiden Suchmaschinen und deren Index zu.

Denn einen Webindex, wie ihn Google und in kleinerem Umfang Microsoft mit Bing aufgebaut haben, lässt sich von einem kleinen Unternehmen wie DuckDuckGo, Ecosia, Qwant und Startpage nicht aus dem Hut zaubern. Was alle aber von Google und Bing unterscheidet, ist das Bestreben, die Suchdaten des Anwenders zu schützen und nicht oder zumindest nicht langfristig zu speichern, sodass man daraus kein Profil für eine personalisierte Werbung und auch kein Persönlichkeitsprofil anhand der Suchbegriffe erstellen kann. Werbung gibt es aber auch bei DuckDuckGo, Ecosia, Startpage und Qwant, denn auch diese finanzieren sich über die angezeigte Werbung. Nur ist diese nicht personalisiert, sondern wird nur anhand der Suchbegriffe generiert und ist daher vom Anwender unabhängig.

Mehrere Davids und ein Goliath

Weltweit hatte laut Statista die Google-Suche im Dezember 2021 einen Marktanteil bei den Rechnern von etwa 79 Prozent und bei Mobilgeräten von rund 89 Prozent. Auf dem Rechner kommt Bing noch auf knapp 10 Prozent, bei Mobilgeräte liegt der Anteil aber nur bei 0,64 Prozent. DuckDuckGo schafft weltweit bei den Rechnern 0,6 Prozent und bei mobilen Geräten 0,7 Prozent, für Ecosia liegen die Werte bei 0,11 Prozent und 0,06 Prozent. Weder Qwant noch Startpage erscheinen als separate Einträge in der weltweiten Statistik, ihr Marktanteil ist viel zu klein. In Deutschland lag laut Statcounter der Marktanteil im Dezember 2021 von DuckDuckGo und Ecosia bei den Rechnern jeweils bei rund 1,3 Prozent. Google konnte rund 83 Prozent der Suchzugriffe verbuchen, Bing 11,5 Prozent. Bei den Mobiltelefonen lag Ecosia bei 0,8 Prozent und DuckDuckGo bei 0,7 Prozent, Bing mit 0,8 Prozent nur knapp darüber. Den Löwenanteil strich wiederum Google mit 97 Prozent ein. Auch für Deutschland gibt es keine gesonderten Zahlen für Startpage und Qwant.

Interessant ist, dass laut der Rankingseite similarweb rund 45 Prozent des Traffics von Startpage aus Deutschland stammt, währen bei Qwant rund 56 Prozent der Zugriffe aus Frankreich kommen. Was aber nicht verwunderlich ist, da Qwant ein französisches Unternehmen ist und dort auch von den meisten staatlichen Institutionen genutzt wird. Auf DuckDuckGo wird überwiegend aus den USA zugegriffen, 48 Prozent des Traffics stammen von dort, Deutschland ist mit etwa 5,5 Prozent an den Suchzugriffen beteiligt. Bei Ecosia verteilen sich die Zugriffe gleichmäßiger. 23,5 Prozent aus Deutschland, 22 Prozent aus den USA, 11 Prozent aus Frankreich und 9 Prozent aus Großbritannien.

Im Vergleich zu Google sind alle anderen größere oder kleinere Zwerge.
Vergrößern Im Vergleich zu Google sind alle anderen größere oder kleinere Zwerge.

Die Geschäftsmodelle der Alternativen

DuckDuckGo, Ecosia, Qwant und Startpage haben sehr unterschiedliche Geschäftsmodelle. Die Suchmaschine mit der Ente gehört der Duck Duck Go, Inc., einem von Gabriel Weinberg in den USA gegründeten Privatunternehmen, der auch CEO der Firma ist. Zahlen über Umsatz und Gewinn gibt es nicht. Generiert wird der Umsatz über die auf der Suchseite eingeblendete, nicht personalisierte Werbung, die von Bing stammt, sowie über Einnahmen aus einer Partnerschaft (Affiliate) mit Amazon und eBay. Kauft man über eine Anzeige eines der beiden Unternehmen ein Produkt, erhält DuckDuckGo eine Kommission. Einen Teil der Einnahmen spendet DuckDuckGo an Organisationen, die sich für eine möglichst freies Internet engagieren wie beispielsweise das Center for Information Technology Policy der Universität Princeton, die Electronic Frontier Foundation oder European Digital Rights. 2021 hat die Firma insgesamt 1 Million US-Dollar gespendet.

Ecosia veröffentlicht für jeden Monat einen Finanzbericht mit den Einnahmen und den Ausgaben.
Vergrößern Ecosia veröffentlicht für jeden Monat einen Finanzbericht mit den Einnahmen und den Ausgaben.

Ecosia ist eine GmbH mit Sitz in Berlin, deren Kapital zu 99 Prozent sowie 1 Prozent der Stimmrechte der Purpose-Stiftung gehören. Mit diesem Stimmrecht ist ein Veto der Stiftung verbunden, das jegliche Veränderung des Hauptzwecks von Ecosia verhindert. Ecosia darf außerdem nicht für Profit verkauft werden und es dürfen keine Gewinne entnommen werden.

Die Einnahmen stammen zum einen aus der vom Suchpartner Bing bereitgestellten Werbung, die auf der Seite mit den Suchergebnissen angezeigt und von Anwendern angeklickt wird. Zum anderen generiert Ecosia Einnahmen, wenn Anwender bei Partnerunternehmen von Ecosia (Affiliate) einkaufen, die auf der Ecosia-Seite verlinkt sind. Dann bekommt Ecosia jeweils einen kleinen Anteil am Umsatz. Ecosia veröffentlicht monatlich einen Finanzbericht über die Einnahmen und Ausgaben. Den Großteil des Gewinns investiert Ecosia in Baumpflanzprojekte auf der ganzen Welt, jeweils in Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen. Außerdem wird noch in andere Projekte wie Solaranlagen und ökologische Landwirtschaft investiert. Von Januar bis einschließlich November 2021 lagen die Einnahmen bei rund 25 Millionen Euro, von denen etwa 44 Prozent in die Baumpflanzprojekte geflossen sind.

Zahlen zum Umsatz und Gewinn gibt es nicht, aber DuckDuckGo spendet an Organisationen, die sich für die Privatsphäre einsetzen.
Vergrößern Zahlen zum Umsatz und Gewinn gibt es nicht, aber DuckDuckGo spendet an Organisationen, die sich für die Privatsphäre einsetzen.

Qwant ist ein französisches Unternehmen mit Sitz in Paris, das 2011 gegründet wurde und dann 2013 die Suchseite in Betrieb genommen hat. Das Unternehmen generiert seinen Umsatz ebenfalls durch nichtpersonalisierte Werbung, die wie bei DuckDuckGo und Ecosia von Bing stammt, und hat zudem über den Lauf der Jahre mehrere Finanzierungsrunden durchlaufen. Größte Anteilseigner sind die französische Finanzierungsbank Caisse des dépôts et consignations und der Axel-Springer-Verlag. Nachdem das Unternehmen sowohl 2019 als auch 2020 Verluste geschrieben hatte, wird es zurzeit umstrukturiert und will sich zukünftig wieder auf das Kerngeschäft der Suche fokussieren. Außerdem ist eine weitere Investitionsrunde geplant, um weitere Mittel einzuwerben, mit denen vor allem das Geschäft außerhalb Frankreichs ausgeweitet werden soll.

Startpage ist die Suchseite der niederländischen Firma Startpage BV, mit Sitz in den Niederlanden. Startpage ist seit 2006 aktiv und finanziert sich durch nichtpersonalisierte Werbung auf der Seite mit den Suchergebnissen, die von Google stammt, und ist laut eigenen Angaben profitabel. 2019 hat die amerikanische Firma System1 über ihr Tochterunternehmen Privacy One Group in Startpage investiert und eine mehrheitliche Beteiligung erworben. System1 ist eine Marketingplattform, zu deren Tochterunternehmen außer Startpage beispielsweise auch MapQuest, die Suchseite Info.com und der Browser Waterfox gehören. Startpage bleibt nach eigenen Angaben aber weiterhin ein niederländisches Unternehmen mit niederländischem Geschäftsführer und wird auch zukünftig alle Server verwalten, über die der Kontakt mit den Anwendern läuft.

So funktionieren die Suchmaschinen

Keine der vier Suchseiten steht komplett auf eigenen Füßen, was die Suche im Web angeht. DuckDuckGo erhält seine Suchergebnisse nach eigenen Angaben aus 400 verschiedenen Quellen. So übernimmt die Suchseite unter anderem Informationen aus Trip Advisor, StackOverflow und natürlich auch aus Wikipedia. Daneben greift DuckDuckGo auf Bing, Yahoo und Yandex zu und unterhält mit DuckDuckBot einen eigenen Webcrawler. Von Bing stammen auch die Anzeigen, die auf der Seite mit den Suchergebnissen erscheinen, jeweils passend zum Suchbegriff. Für die Karten verwendet DuckDuckGo Apples Mapkit-JS-Framework.

DuckDuckGo verwendet Apples Mapkit-JS-Framework, um Karten auf der Seite mit den Suchergebnissen anzuzeigen.
Vergrößern DuckDuckGo verwendet Apples Mapkit-JS-Framework, um Karten auf der Seite mit den Suchergebnissen anzuzeigen.

Ecosia bezieht seine Suchergebnisse ausschließlich von Bing, ebenso wie die nichtpersonalisierte Werbung, und hat dazu einen Kooperationsvertrag mit Microsoft geschlossen. Für die Karten verwendet Ecosia Google Maps, eigene Karten gibt es bisher nur in einer rudimentärer Betaversion, mit der sich noch nicht viel anfangen lässt. Eine besondere Option ist Treeday, über die man zum Suchbegriff passende grüne Unternehmen oder Produkte finden kann. Wie bei Google Maps verlässt man damit aber Ecosia und dessen Privatsphäre. Die eigenen Server von Ecosia, über die die Verbindung mit den Anwendern läuft, werden nach Angaben des Unternehmens klimaneutral betrieben.

Startpage ist die einzige Suchseite, die ihre Suchergebnisse sowie die Werbeanzeigen von Google bezieht
Vergrößern Startpage ist die einzige Suchseite, die ihre Suchergebnisse sowie die Werbeanzeigen von Google bezieht

Qwant verwendet eine Mischung aus eigener Suchmaschine und der Suche von Bing. Angaben der Firma zu Folge wird auf den Index von Bing zugegriffen, das Ranking der Suchergebnisse aber von Qwant selbst erstellt. Auch betreibt Qwant einen eigenen Webcrawler, um einen eigenen Index zu erstellen. Für die Karten verwendet Qwant Open Streetmap. Qwant betreibt zum einen eigene Server in Frankreich, die unter anderem für den Kontakt mit den Nutzern und den Betrieb des Webcrawlers zuständig sind, während für andere Dinge wie beispielsweise das Berechnen des Trust Scores der Webseiten Microsofts Azure Cloud eingesetzt wird.

Startpage setzt für seine Suche ausschließlich auf Google, mit dem Unternehmen hat Startpage einen Kooperationsvertrag. Alle Suchergebnisse wie auch das Ranking stammen aus Googles Index. Außerdem gibt es sofortige Antworten, unter anderem mit Inhalten aus Wikipedia oder zum Wetter. Die eigenen Server von Startpage, die sowohl in Europa als auch in den USA stehen, sind für die Interaktion mit den Nutzern zuständig. Eine Kartenfunktion gibt es bei Startpage bisher nicht.

Datenschutz bei DuckDuckGo

DuckDuckGo gibt an, dass die beim Zugriff auf die Suchseite gesendeten Daten wie IP-Adresse und User-Agent nie gespeichert werden. So lasse sich auch kein Nutzerprofil anhand der Suchbegriffe erstellen, da es keine gespeicherten Nutzerinformationen gibt, mit denen man diese verbinden könne, und es müsse auch nichts anonymisiert werden. Als Anwender lässt sich das natürlich nicht direkt nachprüfen. Was aber prüfbar ist: Es werden bei der Suche mit DuckDuckGo keinerlei Cookies auf dem Rechner abgelegt, und auch keine Daten in der Library unter „Safari > LocalStorage“. Eine Ausnahme von dieser Regel: Ändert man auf der Suchseite die Einstellungen, werden diese in einem anonymisierten Cookie gespeichert. Alternativ lassen sich die Einstellungen auch als URL anonym und mit einem Passwort geschützt im Netz ablegen. Eine weitere Möglichkeit der Anonymisierung: In den Einstellungen auf der Suchseite lässt sich die Übermittlung der Suchbegriffe an den Server von GET auf POST umstellen. Dann werden die Suchbegriffe nicht zusammen mit der URL übermittelt und landen so auch nicht in den Logfiles und im Cache des Servers. Nachteil ist, dass sich eine Suche dann nicht als Lesezeichen speichern lässt. Dabei fällt uns auf, dass dies sowohl mit Safari als auch mit Firefox nur dann funktioniert, wenn man das Suchfeld auf der Suchseite verwendet und nicht das Suchfeld des Browsers.

In den Vorgaben der Suchseite kann man bei DuckDuckGo unter anderem die Art der Übertragung der Suchbegriffe ändern.
Vergrößern In den Vorgaben der Suchseite kann man bei DuckDuckGo unter anderem die Art der Übertragung der Suchbegriffe ändern.

Datenschutz bei Ecosia

Ecosia speichert die Suchanfragen zusammen mit der IP-Adresse und anderen Nutzerinformationen auf seinen Servern. Nach sieben Tagen werden dann die persönlichen Informationen aus den Suchanfragen gelöscht. Vor der Weitergabe der Suchbegriffe an Bing wird die IP-Adresse anonymisiert, User-Agent, Sprach- und Ländereinstellungen aber übermittelt. Anders als die anderen Suchseiten legt Ecosia immer Cookies auf dem Rechner ab, ebenso wie Daten unter „LocalStorage“ von Safari. Was ebenfalls auffällt: Safari moniert einen Tracker von Bing auf der Suchseite von Ecosia. Inwieweit das mit den personalisierten Suchergebnissen zusammenhängt, die Ecosia in den Einstellungen der Suchseite anbietet, ist nicht klar, da diese Option standardmäßig deaktiviert ist. Firefox moniert dagegen keinen Tracker. Eine Einstellmöglichkeit für die Übermittlung der Suchbegriffe (GET oder POST) wie bei DuckDuckGo gibt es nicht.

Ecosia legt anders als die anderen Suchseiten standardmäßig Cookies sowie Daten unter „LocalStorage“ von Safari ab.
Vergrößern Ecosia legt anders als die anderen Suchseiten standardmäßig Cookies sowie Daten unter „LocalStorage“ von Safari ab.

Datenschutz bei Qwant

Die französische Suchseite entkoppelt eigenen Angaben zu Folge die IP-Adresse von den Suchanfragen, außerdem wird die IP-Adresse sofort nach dem Verlassen des Browsers gelöscht. Die Suchanfragen werden sieben Tage lang pseudonymisiert gespeichert. Somit lässt sich kein personalisierter Suchverlauf erstellen. Cookies verwendet Qwant nicht, und unter „LocalStorage“ von Safari sind keine Daten gespeichert. Ändert man Einstellungen auf der Suchseite, legt Qwant diese in einem Cookie ab. Viele Einstellmöglichkeiten gibt es aber nicht, auch keine Option, um GET oder POST für die Übermittlung der Suchbegriffe auszuwählen. Bei der Übermittlung von Suchanfragen an Bing trennt Qwant laut der Datenschutzerklärung die IP-Adresse von den Suchbegriffen. Die Suchbegriffe werden pseudonymisiert an Microsoft übermittelt. Die IP-Adresse wird davon unabhängig an einen gesonderten Dienst von Microsoft gesendet, um beispielsweise automatisierte Aktivitäten durch Bots zu erkennen.

Eine Verknüpfung zu den Datenschutzrichtlinien findet man bei Qwant direkt auf der Suchseite.
Vergrößern Eine Verknüpfung zu den Datenschutzrichtlinien findet man bei Qwant direkt auf der Suchseite.

Datenschutz bei Startpage

Nach Angaben von Startpage werden die nutzerspezifischen Daten auf den Servern von Startpage (On-Premises-Server) zuerst gelöscht, und anschließend die Suchanfragen über andere Server (Application-Server) an Google weitergeleitet. In den Anfragen sind so keinerlei personalisierbare Daten mehr enthalten. Cookies verwendet Startpage nur, wenn man die Einstellungen der Suchseite ändert. Wie bei DuckDuckGo kann man sie stattdessen auch als URL ablegen. In den Einstellungen ist POST als Standard für die Suchanfragen eingestellt, die Suchbegriffe werden also nicht zusammen mit der URL übermittelt. Wie bei DuckDuckGo funktioniert das aber nur, wenn man die Suchbegriffe nicht in die Adresszeile des Browsers eintippt, sondern direkt auf der Startpage-Suchseite. In Safari stellt sich diese Frage aber nicht, da man hier Startpage (und auch Qwant) nicht als Standardsuche in den Voreinstelllungen auswählen kann, sondern die Suchseite verwenden muss. Zudem kann man in den Vorgaben von Startpage festlegen, ob Server in Europa oder in den USA verwendet werden sollen. Standardmäßig ist das so eingestellt, dass die geografisch nächsten Server verwendet werden. Eine interessante Option sind die anonymen Ansichten. Neben jedem Link auf der Seite mit den Suchergebnissen ist links ein Maskensymbol zu sehen. Klickt man es an, lässt sich die mit dem Link verbundene Seite anonym öffnen. Was unter anderem verhindert, dass diese Cookies auf dem Rechner speichern kann.

Mit einem Klick auf das Maskensymbol wird die Webseite in einer anonymen Ansicht geöffnet.
Vergrößern Mit einem Klick auf das Maskensymbol wird die Webseite in einer anonymen Ansicht geöffnet.

Die Suchseiten – das geben sie aus

Die Ergebnisseiten der vier Suchanbieter sind sich im Aufbau recht ähnlich, wobei Startpage am spartanischsten daherkommt. Zuerst werden die Anzeigen aufgelistet, die eindeutig gekennzeichnet sind, und dann die Suchergebnisse. Die Anzahl der Anzeigen auf der Seite variiert je nach Suchbegriff. Rechts oben auf der Seite erscheint, sofern Daten verfügbar, ein Kasten mit Schnellantworten, die meist von Wikipedia stammen. Qwant zeigt an dieser Stelle manchmal auch aktuelle News an, oder nur verwandte Suchanfragen, und Startpage gar nichts. Oben auf der Seite gibt es bei allen Seiten eine Leiste, über die man zwischen „Alle“ beziehungsweise „Web“, Bildern, Videos und News umschaltet. DuckDuckGo hat noch eine Rubrik für das Einkaufen. Dann werden Angebote zum gesuchten Produkt eingeblendet sowie einige Auswahlkriterien wie der Preis oder bestimmte Anbieter. Für Karten gibt es bei DuckDuckGo und Qwant eine Rubrik. Hat man nach einem Ort gesucht, kann man so direkt auf der Suchseite eine Karte einblenden, ohne zu einer anderen Webseite wechseln zu müssen. Karten gibt es auch bei Ecosia, hier wird man bisher zu Google Maps umgeleitet. Zusätzlich gibt es auf allen Seiten jeweils Optionen, um beispielsweise den zeitlichen Rahmen der Suche einzugrenzen. Bei Startpage und Qwant lassen sich auch Suchregionen auswählen, bei DuckDuckGo gibt es nur die Wahl zwischen Überall und Deutschland.

Fazit

Wenn es vor allem um die anonyme Suche geht, sind Startpage und DuckDuckGo die erste Wahl. Beide speichern laut ihren Datenschutzbestimmungen keine Anwenderdaten in Form von IP-Adressen oder User-Agent und geben diese darum auch nicht an ihre Suchpartner weiter. Startpage bietet darüber hinaus noch die anonyme Ansicht zum Öffnen gefundener Webseiten. Qwant hebt Anwenderdaten pseudonymisiert für sieben Tage auf, und nur diese anonymisierten Daten landen bei Bing. Bei Ecosia werden Nutzerdaten und Suchbegriffe sieben Tage gespeichert, an den Suchpartner Bing aber nur anonymisiert weitergegeben. Es ist auch die einzige Suchseite, die standardmäßig Cookies und Daten auf dem Mac ablegt. Andererseits hat Ecosia ein komplett anderes Geschäftsmodell als die anderen Anbieter und man weiß, was mit dem verdienten Geld passiert.

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