Im Test: Leichtes Spiele-Notebook mit RTX 3080 Ti

Im Test: Leichtes Spiele-Notebook mit RTX 3080 Ti

Das Acer Predator Triton 500 SE packt eine RTX 3080 Ti und eine 14-Kern-CPU ins flache Gehäuse. Im Test geht das (fast) immer gut.

Von außen gibt das Acer Predator Triton 500 SE keinen Hinweis auf die Power-Komponenten, die es beherbergt. Die zurückhaltende Optik des grauen Aluminiumgehäuses würde auch zu einem Business-Laptop passen, ebenso die schmalen seitlichen Displayränder sowie der großzügig bemessene Platz für Touchpad und Handballenablage.

Auf der Tastatur sind auch keine Tasten – zum Beispiel W, A, S, D optisch hervorgehoben. Lediglich das ein kleines Predator-Logo auf dem Deckel und die Rückseite des Gehäuses mit den massiven Lüfteröffnungen geben einen Hinweis auf den wahren Charakter des Notebooks.

Von außen sieht das Triton 500 SE nicht nach einem Spiele-Notebook aus.
Vergrößern Von außen sieht das Triton 500 SE nicht nach einem Spiele-Notebook aus.

© Acer

Mit RTX 3080 Ti, aber niedriger TGP (115 Watt)

Denn das Triton 500 SE ist ein echtes Power-Paket, das (fast) die besten Gaming-Komponenten mitbringt, die es derzeit für Notebooks gibt: Als Grafikkarte setzt es auf eine Geforce RTX 3080 Ti. Der Ampere-Chip bringt 7424 Shader mit, als Speicher stehen ihm 16 GB GDDR6 zur Verfügung, der über einen 256-Bit-Bus angebunden ist.

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Der Prozessor kommt von Intel: Es ist der Core i7-12700H, eine Hybrid-CPU aus der aktuellen 12. Core-Generation Alder Lake. Er besitzt sechs schnelle Performance-Cores mit Hyperthreading und acht stromsparende Efficient-Cores – macht zusammen 14 Kerne und 20 Threads. Die Komponentenausstattung runden 16 GB LPDDR5-RAM ab sowie ein 1-TB-SSD. Der Arbeitsspeicher ist aufgelötet, die SSD sitzt dagegen in einem NVMe-Steckplatz, ein weiterer im Gehäuse ist frei.

Mit dem Acer-Tool Predator Sense können Sie die Rechenleistung des Triton 500 SE überwachen und tunen, zum Beispiel mit den Leistungsmodi Leise, Standard, Extrem und Turbo. Der Turbo-Modus lässt sich über eine spezielle Taste aktivieren, auch für die Tuning-Software gibt es eine dedizierte Taste. Für alle Tempo-Tests war der Turbo-Modus eingeschaltet.

Wegen der Lüfteröffnungen hat das Triton SE 500 hinten keinen Platz für Anschlüsse.
Vergrößern Wegen der Lüfteröffnungen hat das Triton SE 500 hinten keinen Platz für Anschlüsse.

© Acer

Absolut spieletauglich für WQHD-Auflösung

Die Kombination aus Ampere und Alder Lake macht das Triton 500 SE zu einem der aktuell schnellsten Spiele-Notebooks, das hohe Leistung für Games und andere rechenintensive Anwendungen mitbringt.

Zwei Merkmale des Acer-Notebooks begrenzen die Power von GPU und CPU allerdings: Die maximale Leistungsaufnahme der RTX 3080 Ti liegt im Triton 500 SE aufgrund des flachen Gehäuses bei 115 Watt. Obwohl die GPU besser ausgestattet ist, kommt sie deshalb in den meisten 3D-Tests nicht an einer RTX 3070 Ti oder einer RTX 3080 vorbei, wenn diese 150 Watt oder mehr aufnehmen dürfen.

Außerdem zeigt das 16-Zoll-Display des Acer-Notebooks die WQHD-Auflösung 2560 x 1600. Aufgrund der hohen Auflösung liegen die Bildraten der RTX 3080 Ti in den meisten Spielen so hoch wie bei einer RTX 3060 und Full-HD.

Doch die eingeschränkte Power der RTX 3080 Ti im Acer-Notebook bemerken Sie in den meisten Spielen nicht und können deshalb uneingeschränkt die Vorteile des flachen Gehäuses und der hohen Auflösung genießen: Bei Rise of the Tomb Raider bekommen Sie mit sehr hohen Details 114 Bilder pro Sekunde, bei Shadow of the Tomb Raider (SOTTR) in “Utrahoch” 93 fps.

Auch Raytracing bereitet dem Acer-Laptop keine Probleme: Bei mittlerer Schattenqualität schafft er selbst in der Detailstufe “Ultrahoch” 83 fps. Erst die maximalen Einstellungen (Raytracing-Schatten in Ultra-Qualität plus ultrahohe Grafikeffekte) treiben die RTX 3080 Ti an ihre Leistungsgrenzen – das Ergebnis bleibt aber mit 61 fps immer noch spielbar. Das belegt auch der Test mit Dirt 5, wo das Triton 500 SE mit ultrahohen Details und aktiviertem Raytracing 63 Bilder pro Sekunde schafft.

Die Tests mit dem 3D Mark belegen, dass WQHD die perfekte Auflösung für die RTX 3080 Ti mit 115 Watt TGP ist: Denn trotz des doppelt so großen Speichers kommt sie in den 4K-Test aufgrund der geringeren TGP nicht an einer RTX 3070 Ti mit 150 Watt TGP vorbei.

Mit dem Tool Predator Sense wählen Sie die Lichteffekte für die Tastatur.
Vergrößern Mit dem Tool Predator Sense wählen Sie die Lichteffekte für die Tastatur.

© Acer

Alder-Lake-CPU mit 14 Kernen

Die thermischen Bedingungen des flachen Gehäuses bremsen auch die Alder-Lake-CPU etwas ein: Im Cinebench R23 schafft der Core i7-12700H im Acer-Notebook knapp über 13.000 Punkte. In einem größeren 17-Zoll-Laptop erreicht die gleiche CPU knapp 17.000 Punkte, weil sie mehr Leistung aufnehmen und länger mit höherem Takt laufen kann.

Doch das ist Jammern auf hohem Niveau, denn der Core i7 ist damit immer noch etwas schneller als ein Ryzen 9. In den System-Benchmarks fallen die Leistungsgrenzen von CPU und GPU kaum auf: Bei Office-Anwendungen schiebt die PCIe-4-SSD von Micron mit an, die zahlreichen Kerne der Alder-Lake-CPU verteilen die Arbeitslast so effizient, dass das Triton 500 SE zu den Spitzenreitern gehört – und im Productivity-Test des PC Mark 10 fast doppelt so schnell ist wie ein Business-Notebook mit Core i7-1260P (12 Kerne, 16 Threads).

Beim CPU-lastigeren Multimediaeinsatz liegt das Predator Triton 500 SE im PC Mark 10 knapp zehn Prozent hinter größeren Laptops mit einem Core i7-12700H. Im aktuelleren Sysmark 25 liegt der Abstand bei rund 17 Prozent und beim Gesamtergebnis bei 15 Prozent. Hier kommt das Acer-Notebook auf dem Niveau eines Laptops mit dem Core i7-11800H aus der Tiger-Lake-Generation ins Ziel.

Top-Ausstattung mit Wi-Fi 6E und 2,5-Gbit-LAN

Keine Wünsche lässt die Ausstattung des Triton 500 SE offen. Besonders bei den Netzwerk-Komponenten geht es derzeit nicht besser: Das WLAN-Modul arbeitet mit dem neuen Standard Wi-Fi 6E und der zusätzlichen 6-GHz-Frequenz, der LAN-Anschluss liefert 2,5-GBit-Tempo.

Das sehr üppige Schnittstellenangebot umfasst zwei Typ-A-Ports mit USB 3.2 Gen 2 sowie zwei Typ-C-Anschlüsse mit Thunderbolt 4. Dazu kommen unter anderem ein HDMI-2.1-Ausgang sowie ein Einschub für SD-Karten.Beim Vollanschluss kann es Probleme mit dem Kabelmanagement geben, da alle Schnittstellen links oder rechts am Gehäuse platziert sind, keine hinten.

Oberhalb des Bildschirms sitzt eine Kamera mit 720p-Auflösung, links oben im Touchpad ein Fingersensor zur biometrischen Anmeldung.

WQHD-Display im 16:10-Format

Zu Top-Leistung und Top-Ausstattung gesellt sich im Acer-Spiele-Notebook auch ein Top-Display: Der 16-Zoll-Bildschirm zeigt die Auflösung 2560 x 1600 und damit ein Seitenverhältnis von 16:10. Dieses Format, das bei Business-Laptops inzwischen Standard ist, taucht jetzt auch bei Spiele- und Multimedia-Laptops vermehrt auf.

Die maximale Wiederholrate des IPS-Panels liegt bei hohen 240 Hz, auch der Test der Bildqualität ergibt Top-Werte: Bei der Leuchtdichte erreicht das Display über 450 cd/qm, auch bei Kontrastverhältnis und Ausleuchtung schneidet es deutlich besser ab als die Bildschirme in den meisten Gaming-Laptops.

Ein weiterer Pluspunkt ist die herausragende Farbwiedergabe, weil das Triton 500 SE alle wesentlichen Farbräume fast komplett abdeckt und im Test eine hohe Farbtreue zeigt.

Sehr laute Lüfter

Ein paar Kritikpunkte bietet das 3000-Euro-Notebook aber auch: Unter hoher Last – ein Zustand, der bei einem Gaming-Notebook häufig vorkommt – arbeiten die drei Lüfter sehr laut und erreichen 55 dB(A). Im Leistungsmodus Turbo lärmen sie permanent, wenn Sie nicht spielen, sorgen die Modi Leise oder Standard für mehr Ruhe auf Kosten reduzierter Rechenleistung.

Bei der Tastatur verzichtet Acer trotz des breiten Gehäuses auf den Einbau eines Nummernblocks. Auch der Cursorblock ist nicht abgesetzt und deshalb beim schnellen Tippen nicht so schnell erreichbar. Für Texte ist die stabile und leise Tastatur gut geeignet, zum Spielen wäre ein höherer Tastenhub und ein klareres Druck-Feedback wünschenswert gewesen. Auch bei der Beleuchtung bleibt das Triton 500 SE hinter anderen High-End-Gaming-Laptops zurück: Farbeffekte lassen sich nur für drei Tastaturabschnitte einrichten, nicht pro Taste.

Das große Touchpad mit angenehm griffiger Oberfläche erlaubt schnelle und präzise Mausbewegungen sowie Mehrfinger-Gesten. Der Mausklick erfordert ein wenig Kraftaufwand, belohnt aber mit einem sehr eindeutigen Druck-Feedback.

Geringes Gewicht und geringe Laufzeit

Mit einem Gewicht von rund 2,3 Kilogramm gehört das Triton 500 SE zu den leichteren Gaming-Notebooks, was angesichts des großen 16-Zoll-Displays bemerkenswert ist. Bei der Akkulaufzeit kann es sich dagegen nicht von der Gaming-Konkurrenz absetzen: Knapp über fünf Stunden beim WLAN-Surfen und nur knapp über drei Stunden im Mobile Mark 25 sind eine sehr schwache Leistung, die aber für Spiele-Notebooks nicht ungewöhnlich ist.

Wegen der leistungsstarken Komponenten hilft da auch der große 99,9-Wattatunden-Akku nicht: Das Triton 500 SE verbrät im Akkubetrieb dreimal mehr Leistung als ein Ultrabook, läuft nicht einmal halb so lange und arbeitet auch noch langsamer.

DIE TECHNISCHEN DATEN

Acer Predator Triton 500 SE (PT516-52s)

Prozessor (Taktrate)

Intel Core i7-12700H (Taktrate: 2,70 GHz, maximaler Turbo-Takt: 4,7 GHz; 14 Kerne / 20 Threads)

verfügbarer Arbeitsspeicher (eingebauter Arbeitsspeicher), Typ

16.088 MB (16.384 MB), LPDDR5-4800 (gelötet)

Grafikchip (Grafikspeicher)

Nvidia Geforce RTX 3080 Ti (16 GB GDDR6 )

Bildschirm: Diagonale, Auflösung, Typ

16 Zoll (40.6 Zentimeter), 2560 x 1600, Matt

Festplatte

NVMe-SSD Micron 3400; 952,6 GB (nutzbar; PCIe 4.0 x4)

optisches Laufwerk

– (-)

Betriebssystem

Windows 11 Home

LAN

2,5-GbE

WLAN

WiFi-6E (2×2)

Bluetooth

5.2

Schnittstellen Peripherie

2x Typ-C Thunderbolt 4 (1x rechts, 1x links), 2x Typ-A USB 3.2 Gen 2 (1x rechts, 1x links), 1x Kartenleser (rechts, SD-Karte), 1x LAN (links), 1x Fingersensor (im Touchpad), 1x Strom (links)

Schnittstellen Video

1x HDMI 2.1 (rechts), 1x Webcam (720p)

Schnittstellen Audio

1x Audioausgang, -eingang (links)

GESCHWINDIGKEIT

Acer Predator Triton 500 SE (PT516-52s) (Note: 1,38)

Geschwindigkeit bei Büro-Programmen

97 Punkte (von 100)

Geschwindigkeit bei Multimedia-Programmen

91 Punkte (von 100)

Geschwindigkeit im 3D Mark

100 Punkte (von 100)

Gaming-Score

84 Punkte (von 100)

BILDSCHIRM

Acer Predator Triton 500 SE (PT516-52s) (Note: 1,31)

Größe

40,6 Zentimeter / 16,0 Zoll

Auflösung / Seitenverhältnis / Wiederholrate

2560 x 1600 Bildpunkte / 16:10 / 240 Hz

Punktedichte

189 dpi

Helligkeit

469 cd/m²

Helligkeitsverteilung

92 %

Kontrast

982:1

Farbraum, Abdeckung in Prozent

sRGB: 100 / Adobe-RGB: 89 / DCI-P3: 98

Farbtreue (Abweichung Delta-E)

1,10

Entspiegelung

hervorragend

MOBILITÄT

Acer Predator Triton 500 SE (PT516-52s) (Note: 3,38)

Akkulaufzeit: WLAN-Test / Mobile Mark 25

5:14 / 3:14 Stunden

Gewicht: Notebook (mit Akku) / Netzteil

2320 / 790 Gramm

Akkukapazität

99,9 Wh

UMWELT UND GESUNDHEIT

Acer Predator Triton 500 SE (PT516-52s) (Note: 4,00)

Betriebsgeräusch unter Last

55 dB(A)

Temperatur unter Last: Unterseite /Oberseite

51 / 52 Grad Celsius

ALLGEMEINE DATEN

Acer Predator Triton 500 SE (PT516-52s)

Internetadresse von Acer

www.acer.de

Preis (unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers / Straßenpreis)

3000 Euro / 3000 Euro

Garantiedauer

24 Monate

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