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Intel Arc Alchemist: Alles zu Specs, Preis & Release

Intel will ein Stück des Grafikkarten-Kuchens abhaben und steigt 2022 mit der GPU-Sparte Arc in den Markt ein. Zu der Architektur hat der Hersteller schon einige Details genannt, in Hinsicht auf die Leistung und den zu erwartenden Preis gibt es bisher jedoch nur Gerüchte. Wir fassen alle Informationen zusammen.

Es fühlt sich etwas seltsam an, Intel als Neuling oder Underdog zu bezeichnen, aber nichts anderes ist der Hersteller, wenn er im ersten Quartal 2022 in den dedizierten Grafikkartenmarkt einsteigen will, um den Platzhirschen Nvidia und AMD Konkurrenz zu machen. Die lange Zeit unter dem Namen “DG2” bekannte Gaming-Grafikkarten-Serie soll bald unter dem Branding  Intel Arc Alchemist (zum Artikel) an den Start gehen. Über die zugrunde liegende Architektur hat Intel im Zuge des Architecture Day 2021 (zum  Artikel)  bereits einige Details verraten. So sollen sich die GPUs aus skalierbaren X e Cores zusammensetzen und sowohl Raytracing als auch die hauseigene X Super Sampling Funktion beherrschen. Zur Performance gibt es bisher nur Gerüchte, diese sehen das Topmodell jedoch auf einer Leistungsstufe mit  AMDs Radeon RX 6700 XT (zum Testbericht) und Nvidias GeForce RTX 3070 (zum Testbericht)

Wann ist der Release der ersten Intel Arc Grafikkarten?

Wohingegen es für die  RTX-4000-Grafikkarten alias Ada Lovelace (zum Artikel)  noch keine konkreten Release-Termin gibt und AMD für die  RX-7000-GPUs alias Navi 3X (zum Artikel)  nur 2022 angibt, hat Intel hier schon genauere Infos bekannt gegeben, wonach die ersten Arc Alchemist GPUs noch im ersten Quartal 2022 auf den Markt kommen sollen. Laut Moore’s Law Is Dead  soll sich der Marktstart jedoch aufgrund von Treiberoptimierungen nach hinten verschieben. So rechnet der YouTuber damit, dass im ersten Quartal bestenfalls die Mobil-GPUs erscheinen werden, später gefolgt von den Einsteigermodellen für den Desktop, ehe die Top-Modelle und die Workstation-Grafikkarten als letztes veröffentlicht werden sollen. Diesen Fahrplan hat Intel mittlerweile selbst bestätigt: Q1 Notebook-GPUs, Q2 Desktop-Grafikkarten, Q3 Workstations.

Die erste Generation läuft unter dem Codenamen “Alchemist” – ehemals Intel DG2 – und basiert auf der Xe HPG-Architektur. Damit ändert Intel nicht nur sein  Naming der Fertigungsprozesse (zum Artikel) , sondern auch bei den Grafikkarten. Die Namen der nach Alchemist folgenden Generationen hat Intel ebenso bereits enthüllt: “Battlemage”, “Celestial” und “Druid”. Kurzum alles Namen, die wir aus dem ein oder anderen Computerspiel kennen in alphabetischer Reihenfolge, da kommen Erinnerungen an Android hoch. Battlemage ist laut den Gerüchten bereits für das Jahr 2023 geplant. Die Arbeiten an dessen Nachfolger Celestial haben ebenfalls bereits begonnen.

Bezüglich der Verfügbarkeit hat Intel selbst angegeben, dass man damit planen, im Jahr 2022 mehr als 4 Millionen dedizierte Arc Alchemist GPUs zu verkaufen. Zur Einordnung: AMD und Nvidia haben im Jahr 2021 zusammen 12,7 Millionen Grafikkarten ausgeliefert. Unterdessen arbeitet der Hersteller auch an dem sogenannten “Projekt Endgame”, welches Gamern Arc GPUs bereits Ende 2022 als Service anbieten soll, was nach einem vergleichbaren Angebot zu Nvidias GeForce Now klingt.

Intel Arc Alchemist – der X e-Core im Detail und Performance-Einschätzung

Aufbau von Intel Arc Alchemist: Der Alchemist SoC, Intels erste GPU unter dem Arc Branding, basiert auf der X e  HPG Architektur. Ein X e  Core selbst setzt sich aus 16 Vektor-Engines à 256 bit und 16 Matrix-Engines mit jeweils 1024 bit zusammen. Das sogenannte X e  HPG Render Slice besteht wiederum aus vier solchen X e  -Cores. Dazu gesellen sich vier Raytracing Einheiten zur Strahlenberechnung in Echtzeit. Oben drauf kommen noch vier Sampler Blöcke für die Texturen, ein Block mit den Geometrie-Einheiten und ein Block mit den Einheiten für die Rasterisierung. X e  HPG, also der Grafikchip selbst, baut sich wiederum aus bis zu acht Render Slices auf. Zur Kommunikation zwischen den Slices dient die Memory Fabric mit geteiltem L2-Cache. Laut Intel soll sich der Takt von X e  HPG im Vergleich zu X e  LP bei gleicher Spannung um 50 Prozent erhöhen. Das gleiche gilt auch für den Performance-pro-Watt-Vergleich, hier soll sich die Leistung ebenso um 50 Prozent erhöhen. 

Für die Herstellung der Grafikchips setzt Intel tatsächlich nicht auf seine eigene Fertigung, sondern auf TSMCs N6 Node. In einem Interview, das das japanische Magazin ASCII (zur Webseite) mit Raja Koduri – dem Leiter von Intels GPU-Sparte – führte, äußerte sich dieser folgendermaßen: “[….] Diese drei, d.h. die Kosten, Performance und Kapazität, werden bei der Entscheidung über das zu verwendende Verfahren berücksichtigt. “Mit anderen Worten: Das erste Produkt, Alchemist, hatte die beste Bilanz beim N6 von TSMC.”  In dem Interview stellt Koduri außerdem klar, dass es abgesehen von Intels Referenzdesigns auch Custom Designs der Boardpartner geben wird.

Keine High-End GPU:  Auf der chinesischen Kommunikationsplattform Baidu Tieba (zur Webseite) ist eine angebliche Präsentationsfolie von Intel aufgetaucht, welche die Intel Arc Grafikkarten gegenüber der Konkurrenz einordnen soll. So soll Intel wohl mit zwei Grafikchips alias “SOC1” und “SOC2” planen. Der leistungsfähigere Grafikchip bewegt sich in einer TDP-Range von 175 bis 225 Watt und in einem Preisbereich von 300 bis 500 US-Dollar. Damit könnte Intel die RTX 3070 und die RX 6700 XT der Konkurrenz adressieren, welche mit einer vergleichbaren Leistungsaufnahme im selben Preissegment arbeiten. Das würde aber auch bedeuten, dass Intel den absoluten High-End-Bereich wohl erst einmal außen vorlässt und sich auf die Mittelklasse und das Einsteigersegment fokussiert. Mit dem Release des Nachfolgers Battlemage soll sich das 2023 wohl ändern.

Will Intel mit Arc Alchemist zunächst nur in der Mittelklasse mit AMD und Nvidia konkurrieren?
Vergrößern Will Intel mit Arc Alchemist zunächst nur in der Mittelklasse mit AMD und Nvidia konkurrieren?

© Baidu Tieba

Interessant klingt dann vor allem der SOC2, der mit einer TDP von 75 Watt und damit ohne zusätzlichen Stromanschluss auskommen soll. Der Preisbereich liegt gemäß der Folie zwischen 100 und etwa 210 US-Dollar. In diesem Segment haben aktuell weder Nvidia noch AMD ein Produkt auf Basis der aktuellen Architektur anzubieten. Aus diesem Grund könnte es Intel hier recht leicht fallen, schnell Fuß zu fassen. Wie glaubhaft die Quelle ist, bleibt jedoch fraglich, da die Nvidia-Grafikkarten nur mit dem “RTX/GTX”-Suffix aufgeführt sind, wohingegen das “GeForce” Branding fehlt und die AMD Grafikkarten wiederum mit dem Branding “Radeon” betitelt werden, jedoch der “RX”-Zusatz weggelassen wurde. Zudem halten wir es für unwahrscheinlich, dass Intel eine “Radeon 6500 XT” auflisten würde, bevor diese offiziell angekündigt worden ist. Allerdings decken sich die Informationen des Slides mit früheren Gerüchten aus einem Video des YouTube-Kanals “Moore’s Law Is Dead”, worüber wir in diesem Beitrag berichtet haben. Dieser geht nämlich davon aus, dass Intels Topmodell knapp vor der RTX 3070 von Nvidia liegen wird.

Am 11. Dezember ist ein weiteres Video auf dem Kanal Moore’s Law Is Dead erschienen, das die Gerüchte erneut untermauert. Gemäß dem Video soll Intel wohl mit sechs unterschiedlichen GPUs planen – jeweils drei auf Basis des SOC1 und des SOC2 – die sich auf das Notebook-Segment und die Desktop-Sparte aufteilen sollen. Wir haben die Informationen für Sie in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

GPU

Shader-Einheiten

VRAM

Speicherinterface

TDP Desktop

Konkurrenz Desktop

TDP Notebook

Konkurenz Notebook

DG2 SOC1

512 EU

Up-To 16 GB 18/16/14 Gbps

256-bit

225 W

RTX 3070 / RTX 3070 Ti

120-150 W

RTX 3070 / RTX 3080

DG2 SOC1

384 EU

Up-To 12 GB 16/14 Gbps

192-bit

150-200 W

RTX 3060 / RTX 3060 Ti

80-120 W

RTX 3070 / RTX 3060

DG2 SOC1

256 EU

Up-To 8 GB

128-bit

60-80 W

RTX 3060 / RTX 3050 Ti

DG2 SOC2

128 EU

Up-To 6 GB 16/14 Gbps

96-bit

<75 W

GA107 / Navi 24

DG2 SOC2

128 EU

Up-To 4 GB 16/14 Gbps

64-bit

35-50 W

RTX 3050

DG2 SOC2

96 EU

Up-To 4GB 16/14 Gbps

64-bit

<35 W

MX450 / GTX 1650 Max-Q

Die aufgeführten Spezifikationen sind mittlerweile durch zwei von  @9550pro geleakte Tabellenblätter untermauert worden.

In einem Tweet von  APISAK  sind indes weitere Informationen zum kleinsten Desktop-Ableger aufgetaucht. Demnach soll die GPU wohl auf den Namen Intel Arc A380 Graphics hören und mit 6 GB Videospeicher ausgestattet sein. Der Takt könnte mit 2,45 GHz recht hoch ausfallen, die Performance wiederum in etwa auf einem Level mit der GTX 1650 Super respektive der RX 590 liegen. Die Benennung von weiteren GPUs hat Intel durch den versehentlichen Release eines Testtreibers selbst geleakt wie VideoCardz berichtet. Dadurch kann der Name Arc A380 jetzt als gesichert angesehen werden, darunter reiht sich die Arc A350 ein. Die Mobil-GPUs laufen unter den Namen Arc A370M, Arc A350M und Iris Xe A200M. Die darüber angesiedelten GPUs dürften wohl die Namen A5X0 und A7X0 tragen.

Bei einem Versuch von Digital Foundry (zur Webseite)  in einem Interview mit Tom Petersen von Intel mehr Informationen bezüglich der Performance zu erhalten, ist der Hersteller ausgewichen:  “Aber ich kann sagen, dass es sich bei Alchemist in erster Linie um eine ‘full-featured Gaming-GPU’ handelt, oder? Daran bestehen keinerlei Zweifel. Es ist auch keine Einsteiger-GPU, sondern definitiv eine konkurrenzfähige GPU. Sie verfügt über alle Funktionen, die es für Spiele der nächsten Generation braucht. Ich bin also, ohne über die Leistung zu sprechen, ziemlich begeistert davon.”

Von welchen Funktionen Petersen hier gesprochen hat, ist bereits bekannt. So sollen die kommenden Grafikarten nicht nur Support für Mesh Shader, Sampler Feedback und Raytracing bieten, sondern auch eine eigene Super Sampling Funktion, die auf eine künstliche Intelligenz zurückgreifen kann. AMD hat mit  FidelityFX Super Resolution (zum Artikel)  seine eigene Upscaling-Funktion vorgestellt, die jedoch im Gegensatz zur Konkurrenz nur auf ein räumliches Upscaling und kein temporales Upscaling mittels Bewegungsvektoren und AI setzt. Intels Ansatz läuft unter dem Namen X e  Super Sampling und gleicht dem Ansatz von Nvidia durch die Berücksichtigung von temporalen Bildinformationen und dem Einsatz eines neuronalen Netzwerks. 

In einem weiteren Interview (zu Wccftech) zwischen dem CEO von Intel Pat Gelsinger und dem Finanzanalysten Pierre Ferragau äußerte sich Gelsinger folgendermaßen:  „Mit unserer GPU-Architektur werden wir Nvidia zum ersten Mal wirklich unter Druck setzen können.“ Wir sind äußerst gespannt, ob es Intel gelingen wird, den Grafikkartenmarkt aufzumischen, der gerade im High-End-Bereich schon seit langem nicht mehr so umkämpft war, wie das aktuell der Fall ist wie unser Grafikkartenvergleich (zum Artikel) beweist.

Wie viel werden die Intel Arc GPUs kosten?

Zu welchem Straßenpreis die ersten Intel  Arc Grafikarten erhältlich sein sollen, weiß vermutlich noch nicht einmal Intel selbst. Das dürfte daran liegen, dass die Taktraten der GPUs mit hoher Wahrscheinlichkeit noch nicht final sind und sich durch Optimierungen im Treiber auch noch etwas mehr Leistung herausholen lassen dürfte, weshalb aktuell noch nicht zu 100 Prozent feststehen dürfte, wie sich die GPUs gegenüber der Konkurrenz schlagen werden. Als Anhaltspunkt bleibt dementsprechend nur die oben bereits vorgestellte Folie und das ein oder andere Gerücht. Sollten sich die Informationen bewahrheiten, dann will Intel wohl vor allem das Einsteigersegment von 100 bis 210 US-Dollar und die Mittelklasse von 300 bis 500 US-Dollar abdecken. Für die Intel Arc A380 wird derzeit eine UVP von rund 160 Euro als wahrscheinlich erachtet. Da Intel auf dem Grafikkartenmarkt jedoch zunächst einmal eine unbekannte Größe sein wird, gehen wir davon aus, dass der Hersteller seine Produkte durch einen attraktiven Preis unter die Leute bringen will, bis sich der Markenname Intel Arc in den Köpfen der Gamer etabliert hat.

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