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Interview: Geheimnisse eines Excel eSport-Profis

Ein Excel-Profi und eSports-Spieler verrät, was es braucht, um sich mit den Meistern der Tabellenkalkulation zu messen.

Für die meisten von uns ist Microsoft Excel nichts weiter als ein einfaches Tabellenkalkulationsprogramm, um überschaubare Datenmengen zu verwalten. Genau genommen handelt es sich aber um ein sehr fortschrittliches Analysetool, das selbst die schnellste Hardware an ihre Grenzen bringen kann und deshalb sogar eine eigene eSports-Klasse hat. Tausende von Zuschauern verfolgten Ende 2021 den Financial Modelling World Cup (FMWC), der von ESPN übertragen wurde. Aber Excel und eSport – wie kann man sich das vorstellen?

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Unsere Kollegen von PCWorld haben dazu Jason Moore, einen der „Meister der Tabellenkalkulation“ interviewt. Moore ist Abteilungsleiter für Analysen und Daten bei einer Investmentfirma sowie FMWC-Halbfinalist. Er verrät, was einen Excel-eSportler ausmacht, warum Excel so leistungsstark ist und wie viel Hardware Sie benötigen, um Tabellenkalkulationen ans Limit zu treiben.

Excel wird weithin unterschätzt: Wer das Programm wie ein echter Profi betreiben will, braucht so viele CPU-Kerne und RAM wie nur möglich.
Vergrößern Excel wird weithin unterschätzt: Wer das Programm wie ein echter Profi betreiben will, braucht so viele CPU-Kerne und RAM wie nur möglich.

PCW: Vielen Leuten fällt es schwer zu glauben, dass Excel ein eSport ist. Ist das wirklich wahr?

Jason Moore: Ich kann es selbst kaum glauben, aber die Kommentare der über 300.000 YouTube-Zuschauer, die das FMWC-Finale gesehen haben, lügen nicht. Die Challenges waren spannend und gut konstruiert – und jeder weiß eine gut konstruierte Excel-Formel zu schätzen.

PCW: Wie sind Sie zu Excel als eSport gekommen?

Jason Moore: Über eine LinkedIn-Anzeige, in der gefragt wurde: “Sind Sie der Excel-Spezialist auf Ihrer Arbeit?” Äh … ja, meldet mich an!

PCW: Was machen Sie eigentlich beruflich?

Jason Moore: Das Unternehmen, für das ich arbeite, investiert in gewerbliche Immobilienaktien (Wohnungen, Hotels, Einkaufszentren usw.). Als Head of Data/Analytics entwickle ich Prozesse, die Daten analysieren und sie dem Team präsentieren. Wir ermitteln etwa jede Nacht die Übernachtungspreise von US-Hotels für die kommenden sechs Monate. Excel ist die letzte Station auf dem Weg dieser Daten hin zu verwertbaren Informationen – sprich, Diagramme, die uns zeigen, welche Unternehmen oder Märkte sich besser oder schlechter entwickeln als erwartet.

Jason Moore arbeitet als Abteilungsleiter bei einer Investmentfirma und verwendet für Excel fünf PCs, die seiner Meinung nach trotzdem nicht schnell genug sind.
Vergrößern Jason Moore arbeitet als Abteilungsleiter bei einer Investmentfirma und verwendet für Excel fünf PCs, die seiner Meinung nach trotzdem nicht schnell genug sind.

PCW: Sie arbeiten also beruflich mit Excel. Können Sie beschreiben, was Excel ist – vor allem für Leute, die es immer noch als einfaches Tabellenkalkulationstool betrachten?

Jason Moore: Meine Excel-Kenntnisse sind das Unterscheidungsmerkmal zwischen mir und anderen Finanzfachleuten, und das bezahlt letztlich meine Rechnungen. Excel vereint die Grundfunktionen einer Datenbank (z. B. SQL), einer Programmiersprache (z. B. Python) und visueller Analysen (z. B. Tableau ) in einer leistungsstarken Plattform. Verstehen Sie mich nicht falsch – wir nutzen auch die anderen Tools, aber Excel ist das produktivste.

PCW: Gibt es bestimmte Funktionen, die Sie am häufigsten in Excel verwenden?

Jason Moore: Neben den Grundfunktionen (SUMME, MITTELWERT usw.) verwende ich am liebsten AVERAGEIFS, IFERROR, IF, FIND, OFFSET, INDEX-MATCH und auch klassische “ctrl-shift”-Arrays, um gewichtete Durchschnittswerte auf der Grundlage mehrerer Parameter zu finden. Generell würde ich aber sagen, dass VBA ( Visual Basic for Applications ) das mächtigste “Werkzeug” in Excel ist.

PCW: Verwenden Sie viel VBA oder auch andere Skript- und Programmiersprachen in Excel?

Jason Moore: Meiner Meinung nach ist VBA das, was Excel zum besten Programmiertool der Welt macht. Mit Makroaufzeichnungen kann jeder zum Programmierer werden – so habe ich das Programmieren gelernt. Das reicht von der einfachen Automatisierung von Aufgaben bis hin zu komplexen WENN-DANN-Prozessen, zur Interaktion mit externen Datenbanken oder zur Webseitennavigation, bevor die zugrundeliegenden Daten abgerufen werden. Mit VBA lässt sich fast alles machen, während das vertraute Excel-Gitter bei jedem Schritt deine Daten anzeigt. Wir verwenden Python und Alteryx für die Aufbereitung umfangreicher Datensätze, aber für die „letzte Meile“ ist Excel unerlässlich. Tableau kommt in bestimmten Situationen nah heran, aber in 9 von 10 Fällen gewinnt Excel.

PCW: Manche Leute sind überzeugt, dass eine Datenbank für sehr große Datensätze besser geeignet ist als Excel. Stimmen Sie dem zu?

Jason Moore: Definieren Sie „sehr groß“. Für manche ist eine Tabelle mit 500.000 Datensätzen (20 Spalten breit) sehr groß, aber wenn es darum geht, Erkenntnisse aus einer Tabelle dieser Größe zu gewinnen, kann keine Datenbank mit Excel mithalten. Formatierung, Suche, Sortierung, Filterung und Diagrammerstellung sind in Excel einfacher. Wir haben eine Milliarde Datensätze in einem SQL-Warehouse, aber die meisten davon stammen aus einer Tabellenkalkulation oder enden dort (z. B. in Diagrammen). Natürlich sind Datenbanken besser für die Speicherung von Daten, so wie Tresore auch besser für die Aufbewahrung von Geld sind – aber nicht, wenn man es tatsächlich braucht. Mit Excel ist es sehr einfach, aus fast jedem Data Warehouse genau die Daten abzurufen, die man braucht.

PCW: Sie haben PC-World eine Excel Arbeitsmappe zur Verfügung gestellt, die wir kürzlich zur Überprüfung von Laptop-CPUs verwendet haben. Was genau ist das für eine Arbeitsmappe?

Jason Moore: Die Arbeitsmappe wurde im März 2020 erstellt, um COVID-Fälle, Krankenhausaufenthalte, Todesfälle und Impfraten aus Tausenden von Quellen weltweit zu verfolgen. Sie verfolgt auch Wiedereröffnungsindikatoren von Google, OpenTable, der TSA usw. und sendet uns jeden Morgen zusammenfassende Diagramme. Ehrlich gesagt ist das Ganze halb Arbeit, halb persönliches Interesse. Anlageexperten sind darauf geschult, niemandem zu vertrauen, weshalb uns die Analyse von Echtzeitdaten von verschiedenen unabhängigen Parteien dabei geholfen hat, das Rauschen ziemlich schnell herauszufiltern und Trends vor den meisten anderen zu erkennen. Obwohl sie hilfreich ist, ist sie die einzige große Tabellenkalkulation, die ich nicht ewig beibehalten möchte; ich hoffe, ich kann sie bald aufgeben.

PCW: Können Sie beschreiben, was man mit Excel alles analysieren kann?

Jason Moore: Nehmen wir an, Sie möchten die Mieter in 3.000 großen Einkaufszentren in den USA verfolgen. Das Ziel ist zu verstehen, welche Einzelhändler expandieren/schließen und welche Vermieter besser/schlechter abschneiden.

Sie schreiben zahlreiche Python-Skripte, die jede Nacht die Mieterlisten von den Immobilien-Websites abrufen (Immobilie, Mieter, Einheit, Quadratmeter) und in eine SQL-Datenbank hochladen. An diesem Punkt wird Excel zum Unterscheidungsmerkmal. Denn: Die Daten sind chaotisch! Sie wären überrascht, wie viele Schreibweisen es für Best Buy gibt oder wie oft Einkaufszentren ihren Namen ändern. Klar, Python kann versuchen, das mit ein paar unscharfen Algorithmen zu bewältigen, oder ein Entwickler erstellt eine GUI in C++ … aber ich bin kein Programmierer. Und viel Glück dabei, wenn Sie dem Endbenutzer – also dem Finanzanalysten, der den ganzen Tag mit Excel arbeitet – eine dieser Möglichkeiten verständlich machen möchten.

Also haben wir Tabellenkalkulationen erstellt, die mit der Datenbank interagieren (unter Verwendung von Makros) und es ermöglichen, einmal pro Woche in nur 10 Minuten für alle 3.000 Einkaufszentren verschiedene Anomalien zu überprüfen und zu korrigieren. Ein weiteres Makro stellt die bereinigten Daten für das Portfolio eines jeden Vermieters zusammen, quantifiziert verschiedene Kennzahlen über den Zeitverlauf, vergleicht sie mit den vom Unternehmen gemeldeten Daten und unseren internen Modellen und sendet dann eine E-Mail mit zusammenfassenden Diagrammen und Tabellen sowie einem Link zu den Rohdaten, falls der Analyst tiefer einsteigen möchte.

Im Übrigen: Auch Excel kann die Mieterlisten von den Websites abrufen.

Hier ein Beispiel, bei dem Excel alle 36 Threads eines Core i9 und fast 64 GB RAM nutzt.
Vergrößern Hier ein Beispiel, bei dem Excel alle 36 Threads eines Core i9 und fast 64 GB RAM nutzt.

Diese Hardware ist nötig, um Excel voll auszulasten

PCW: Es herrscht die Ansicht, dass Excel nicht viel Hardware benötigt, um zu laufen. Können Sie die Computer oder PCs beschreiben, die Sie für Excel verwenden? Welche Art von CPU und wie viel RAM und Speicherplatz?

Jason Moore: Der neueste Build (Juni 2020) ist ein Core i9-10900X mit 256 GB RAM (Samsung DDR4-2666) und einer 2 TB SSD (Samsung 983 Enterprise). Einige Tabellenkalkulationen lassen die CPU stundenlang auf 100 Prozent laufen, daher hat sie einen Asetek 650LS 120mm CPU-Kühler. Das Wichtigste sind so viele Kerne wie möglich und mindestens 64 GB RAM.

PCW: Wie groß werden Ihre Tabellenkalkulationen?

Jason Moore: Mein aktueller Rekord ist ein 2,3 GB großer Stock-Picking-Algorithmus. Dabei handelt es sich aber zu 95 Prozent um Berechnungen und nicht nur um ein riesiges Warehouse. Ich würde sagen, die durchschnittliche Größe liegt bei 50 MB. Wir mussten die Büro-PCs aller Mitarbeiter aufrüsten, damit meine Kollegen meine Tabellenkalkulationen öffnen konnten. 16 GB RAM reichen nicht aus, wenn man Excel intensiv nutzt (oder jemanden kennt, der das tut).

PCW: Da Sie ja ein “Gamer” sind: Verwenden Sie bei Ihren Builds RGB?

Jason Moore: Haha, nein, ich musste erst einmal googeln, was Sie damit meinen. Ich werde mich mal mit Puget Systems unterhalten, vielleicht können wir einen bauen, der grün bei “kaufen” und rot bei “verkaufen” leuchtet.

PCW: Bevorzugen Sie einen Desktop oder einen Laptop?

Jason Moore: Desktop – ich benötige mindestens zwei 23-Zoll-Bildschirme, um effizient zu arbeiten.

PCW: Ist das schnell genug für Sie?

Jason Moore: Niemals, deshalb habe ich auch fünf PCs. Ich verwende LogMeIn, um täglich auf vier davon zuzugreifen, mitsamt Dutzenden von geplanten Aufgaben, um Programme zu bestimmten Zeiten zu starten.

PCW: Welche Art Monitor verwenden Sie und welche Auflösung? Haben Sie mehrere Monitore?

Jason Moore: Bei Excel sollte man auf eine einheitliche Bildschirmauflösung achten. Wenn Sie die Zeilenhöhe auf einem Monitor mit 2k-Auflösung einstellen, sieht es auf einem 1080p-Monitor gequetscht aus. Angesichts meiner zahlreichen PCs verwende ich immer noch 1080p, und zwar so lange, bis wir alles auf einmal umstellen können.

PCW: Was ist mit Tastatur und Maus? Mechanische Schalter oder Dome-Schalter? Volltastatur oder komprimierte Tastatur ohne 10 Tasten?

Jason Moore: Eine Standardtastatur von Logitech mit 10 Ziffernblock und eine normale Maus mit Rad. Man braucht eine Ziffernblock-Tastatur.

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Microsoft Excel versus Google Sheets

PCW: Excel vs. Google Sheets: Wer gewinnt und wird Sheets jemals mit Excel konkurrieren?

Jason Moore: Ich arbeite seit fast 18 Jahren im Finanzwesen und habe noch nie ein Google Sheet gesehen. Meine Kinder benutzen Sheets (in der Mittel- und Oberstufe), aber jeder, der ernsthaft im Finanzwesen arbeiten will, wird früher oder später auf Excel umsteigen. In manchen Momenten dachte ich, Microsoft würde Excel verschlimmbessern, was mich dazu erwog Sheets auszuprobieren. Aber am Ende benutzte ich 10 Jahre lang nur Excel 2010 (meiner Meinung nach immer noch die stabilste Version). Sicherheitsbedenken sind der einzige Grund, warum ich jetzt Microsoft 365 verwende.

PCW: Welche Tipps können Sie jemandem geben, der in Ihre Branche einsteigen möchte, in Bezug auf die Ausbildung oder die zu erwerbenden Fähigkeiten?

Jason Moore: Erstellen Sie eine Tabellenkalkulation, um Ihre monatlichen Ausgaben, Ihren täglichen Stromverbrauch und/oder Ihre Solarproduktion, lokale Kriminalitätsstatistiken, Regierungsbudgets, Inflationskennzahlen, Hausverkäufe, Ihr Anlageportfolio, Sportstatistiken usw. zu analysieren – Sie verstehen schon. Erstellen Sie eine einfache Tabelle zu einem Thema, das Sie interessiert, optimieren Sie sie, fügen Sie weitere Daten hinzu, zeichnen Sie ein Makro auf, und dann noch mehr Daten. Es gibt Terabytes an kostenlosen Daten, die jedem zur Verfügung stehen (z. B. data.gov, NYC Open Data, BLS, BEA, Census Bureau, usw.). OzGrid.com ist meine bevorzugte Excel-Ressource.

PCW: Was ist Ihr bester Rat für jemanden, der sich mit fortgeschrittenen Excel-Techniken beschäftigt?

Jason Moore: Kaufen Sie sich einige Fallstudien vom Financial Modeling World Cup , lösen Sie sie selbst und wiederholen Sie sie sechs Monate später. Schauen Sie sich die YouTube-Videos vom FMWC-Champion Diarmuid Early oder von Bill Jelen von MrExcel an. Schließen Sie sich auf LinkedIn einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten an und vergleichen Sie Ihre Modellierungsansätze.

PCW: Gibt es etwas, das wir Ihrer Meinung nach noch behandeln sollten oder das die Leute über potenzielle Excel eSport-Spieler bzw. Excel-Profis wissen sollten?

Jason Moore: Excel wird nicht genug gewürdigt, weil die meisten Leute noch nie gesehen haben, wozu es fähig ist – selbst diejenigen nicht, die es seit Jahrzehnten benutzen. In einer chaotischen Welt ermöglicht es eine perfekte Mischung aus Mensch und Maschine, aus fest programmierter Vergangenheit und ungeschriebener Zukunft, aus Daten und Erkenntnissen…

Das Original stammt von unseren englischsprachigen Kollegen PCWorld und wurde ins Deutsche übersetzt.

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