iPhone 14: Warum Apple stur an Lightning festhält

iPhone 14: Warum Apple stur an Lightning festhält

Im Jahr 2012 hatte Apple seinen proprietären Lightning- Anschluss eingeführt. Wie lange er Bestand hat, ist fraglich.

Am 12. September 2012 kam – von Phil Schiller während der Produktpräsentation auf der Keynote vorgestellt – die Lightning-Schnittstelle mit acht Kontakten, nacheinander fürs iPhone 5, die damaligen iPads inklusive iPad Mini und die iPods (Nano und Touch). Das war durchaus ein Fortschritt gegenüber dem 30-poligen Stecker, denn Lightning ist deutlich kleiner, leichter zu stecken und auch schneller als etwa Micro-USB zu der damaligen Zeit. Schnell entstand passendes Zubehör, immerhin brachte Apple auch einen 30-polig-auf-Lightning-Adapter, damit bereits vorhandene ältere Geräte damit weiter genutzt werden konnten.

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Doch wie geht es damit nun weiter? Hierzu hat sich Filipe Espósito bei 9to5Mac Gedanken gemacht . Er referiert unter anderem die bekannten Tatsachen, dass Apple als Mitglied des USB-C-Konsortiums schon relativ früh auch für Macbooks Pro (2016) USB-C als Standardanschluss einführte. 2018 folgten das Macbook Air und das iPad Pro. Apple selbst preist USB-C, es ist zudem offener Standard und es gibt dafür inzwischen zahlreiche Zubehörgeräte auch von Drittherstellern. 

EU wird Lightning ein Ende setzen

Doch beim iPhone taucht USB-C bislang lediglich am anderen Ende von Lightning für die Ladegeräte auf. Und nur fürs iPhone brauchen auch Apple-User noch ein Lightning-Kabel, was dadurch noch überflüssiger erscheint. Wann kommt der Umstieg, oder warum bleibt Apple anscheinend so beharrlich bei Lightning für iPhones? Denn das dürfte sich aller Voraussicht nach auch für das kommende iPhone 14 ab dem 7. September nicht ändern. Obwohl es inzwischen einen Entscheid der EU gibt, dass im Europa-Raum bis 2024 die Standard-Ladebuchse auch für Smartphones mit USB-C zum User kommen muss. 

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Doch Apple scheint auf Zeit zu spielen, solange es geht. Als Grund dafür könnte man eine gewisse sture Beharrlichkeit von Apple bei eigenen Entwicklungen und Produkten vermuten. Dazu sieht Filipe Espósito in seinem Beitrag, dass Apple mit Lightning immer noch eine Menge Geld macht. Denn auch eigene Zubehörteile von Apple werden teuer verkauft, und Dritthersteller müssen Lizenzgebühren für die Verwendung des Lightning-Standards an Apple zahlen.

Abschied von Lightning vielleicht erst mit dem iPhone 16

So wird man also wohl bis zum nächsten iPhone 15 oder gar 16 warten müssen, denn 2024 bleibt auch Apple für die Verkäufe in Europa nichts anderes mehr übrig als der Umstieg auf USB-C. Es ist unwahrscheinlich, dass man dann in anderen Zonen der Welt trotzdem alternativ mit Lightning fortfährt. Lightning war eine gute Idee und sehr praktisch, als es auf den Markt kam. Doch, wie es auch in dem 9to5Mac-Artikel heißt: Lightning war der Apple-iPhone-Anschluss für die letzten zehn Jahre. Aber spätestens in diesen nächsten zehn Jahren und sicher sehr viel schneller wird Apple sich umstellen und von seinem proprietären Anschluss verabschieden müssen. Aufgrund der guten Alternative dürften dem nur wenige nachtrauern.

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