iPhone 14: Was Elon Musk mit neuem Feature zu tun hat

iPhone 14: Was Elon Musk mit neuem Feature zu tun hat

Die Gerüchte sind konkreter als jemals zuvor: Was Elon Musk mit Apples neuem iPhone-14-Feature zu tun hat.

Es klingt wie eine Mischung aus James Bond, sehr reichen Leuten mit Yacht auf dem Meer oder unterwegs in der Wüste, wo es sonst keine reguläre Kommunikation mit dem Telefon gibt, mit einer Prise Militär, wo ein Satellitentelefon sozusagen zum normalen Equipment gehört. Aber auch mit dem iPhone, das man in Stadt und auf dem Land mit sich trägt? Gerüchten zufolge wird Apple ein Satellitenkommunikations-Feature im iPhone 14 (Pro) (alle Infos) vorstellen, der Titel der Keynote “Far Out” scheint ein deutlicher Hinweis darauf zu sein. Aber welchen Sinn sollte das haben, wo man doch eher auf 5G schielt, um möglichst viel Bandbreite für Videos und Multimedia zu haben?

Gemeinsame Sache mit Elon Musk? 

Zunächst mal hat sich durch die Satelliten von Space X (”Starlink”) und Globalstar eine inzwischen recht gute Vernetzung im niedrigen Erdorbit ergeben, auf die etwa Apple mit seinen kommenden iPhones, aber auch andere Hersteller von Smartphones zugreifen könnten. Darauf verweist ein Tweet von Tim Farrar, Berater bei Telecom, Media and Finance Associates, wie Tom’s Guide berichtert . Demnach will T-Mobile USA mit SpaceX 5G-fähige Smartphones an Starlink-V2-Satelliten anbinden. Hier zeigt also die Telekom in den USA mit SpaceX deutlich Interesse daran, Apple zuvorzukommen. Denn insbesondere die im Februar von Globalstar bekannt gegebenen 17 neuen Satelliten, die das Unternehmen erworben hat, sollen “kontinuierliche Satellitendienste” für einen “potenziellen Kunden” zur Verfügung stellen, bei dem es sich eigentlich nur um Apple handeln könnte, so Tim Farrar: 

 Dieser ist sich in dieser Hinsicht auch ziemlich sicher, dass Apple dies am 7. September verkünden und sofort zur Verfügung stellen wird. Unklar ist, ob (vorerst) nur in den USA, wo besonders auf dem Land die Netzabdeckung oft sehr mangelhaft ist, oder auch gleich außerhalb davon.

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Nur Simsen via Satellit? 

Überzeugt ist Farrar aufgrund der realistischen Bandbreiten, die per Satellit zur Verfügung stehen werden, dass es sich dabei lediglich um die Möglichkeit zum Texten zwischen Sender und Empfänger und zurück handelt, nicht aber um reguläre Telefonanrufe oder gar das Versenden von Fotos und anderen Dateien. Insofern bleibt vom ”James Bond-Charme” sehr wenig übrig. Doch selbstverständlich wird auch das angekündigte System von T-Mobile 5G-iPhones unterstützen, und wohl jetzt schon, sofern sie mit dem T-Mobile-Netz verbunden sind (via Macrumors ) und mit dem neuen Satellit-zu-Mobilfunk-Dienst kompatibel sein werden. T-Mobile zufolge wird die Satellitenverbindung den vorhandenen Mobilfunkchip eines Smartphones nutzen – ein Starlink-Terminal oder andere Hardware wird demnach nicht erforderlich sein.

Satelliten-Feature auch für die Apple Watch? 

Schon vor drei Jahren  – vor dem Release des iPhone 11 – war Bloomberg-Analyst Mark Gurman davon überzeugt, dass Apple an einer Satellitenverbindung für die damals aktuellen iPhones arbeiten würde. Es kam dann nicht so. Doch zu Beginn dieses Jahres hat Gurman seine Prognose fürs iPhone 14 wiederholt. Auch er geht davon aus, dass diese Funktion lediglich für Notfälle zur Verfügung stehen soll, um kurze Texte an Notkontakte zu versenden. Dies könnte möglicherweise auch auf einer neuen Apple Watch funktionieren. Er glaubt außerdem, dass die iPhone-14-Modelle dafür einen speziellen Modem-Chip benötigen, was der allgemeinen angekündigten Verfügbarkeit von T-Mobile entgegenstünde. Ebenso glaubt Gurman, dass Apple nicht mit SpaceX, sondern exklusiv mit Globalstar zusammenarbeiten werde, was wiederum zur oben zitierten Ankündigung des Netzwerkspezialisten passt.

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Analyst Kuo bläst ins selbe Horn

Ähnlich, aber im Detail doch etwas anders, schätzt es der Analyst Ming-Chi Kuo nach einer Umfrage in Zulieferkreisen mit ein. Laut Heise meint auch Kuo, dass Apple schon früher eine solche Satellitenverbindung mit dem iPhone geplant habe, es aber vor allem aus Gründen des Geschäftsmodells, nicht wegen der Hardware, noch gelassen habe. Nun aber hält auch Kuo es für wahrscheinlich, dass Apple die neue Satellitenkommunikation am 7. Februar einführt, aber auch noch im letzten Moment abblasen könnte, falls man sich nicht mit den Satellitenbetreibern, vermutlich das genannte Globalstar, einigen werde. Immerhin glaubt er jedoch, dass man mit der Satellitenverbindung für Notrufe nicht nur Text, sondern auch Sprache nutzen könnte. Das sei besonders in Zeiten von Naturkatastrophen und weltweiter Konflikte sinnvoll, abgesehen von der Netzabdeckung in den USA. Von einer allgemeinen Verfügbarkeit von iMessage-Nachrichten ist demnach nicht mehr die Rede.

Fazit

Was auch immer die heiß erwartete Keynote bringen wird – Apples Motto ”Far Out” jedenfalls verweist klar in Kombination mit der zugrundeliegenden Grafik aufs All und seine Sterne. Eine Anspielung auf Satelliten-Kommunikation kann dies durchaus sein. Wir werden es am 7. September erfahren. Und auch, was es denn nun genau bringen soll, wenn es etwa nur im Notfall funktioniert, was nun zwar praktisch, aber nicht so unfassbar aufregend wäre. Und trotzdem vielleicht das Tor weit öffnet für eine zukünftig nahtlos mögliche Kommunikation, wo und wann immer man in der Welt unterwegs ist…

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