iPhone mieten statt kaufen – lohnt sich das?

iPhone mieten statt kaufen - lohnt sich das?

Statt ein iPhone zu kaufen, kann man es auch mieten oder leasen. Dabei gib es aber einige Details zu beachten und man sollte genau nachrechnen.

Apples iPhones werden immer teurer, angeblich will Apple die Preise sogar noch weiter anheben. Wäre es da nicht verlockend, ein teures iPhone Pro oder iPhone Mini nur für ein paar Monate zu mieten, statt es zu kaufen? Vielleicht benötigen Sie es nur für ein Projekt oder die Kamera-Funktionen eines Pro-Modells nur im Sommer? Bei immer mehr Händlern wie Cyberport und Gravis können Sie ein iPhone oder auch einen Mac als „Abo“ erwerben . Im Webshop wählen Sie dazu diese Option einfach aus und schließen statt des einmaligen Kaufs ein Abo ab. Dabei mieten bzw. abonnieren Sie ein iPhone oder einen Mac für einen bestimmten Zeitraum. Danach geben Sie das Gerät zurück oder schließen Sie einen neuen Mietvertrag für ein neues Modell ab – etwa das kommende iPhone 14 Pro .

Apple-Geräte im Abo beim Fachhändler

Seit einiger Zeit bieten Cyberport , Gravis , Grover und fast alle Apple-Händler iPhones und andere Apple-Geräte auch als sogenanntes Abo an. Sie können ein Gerät für zwei Jahre (bei Macs drei Jahre) „abonnieren“ statt es zu kaufen. Hinter allen Angeboten steht übrigens fast immer der gleiche Anbieter, das Unternehmen Circle . Für die Teilnahme ist eine Verifizierung per Personalausweis notwendig, die Bonität wird überprüft. Das Angebot gleicht einem Leasing, richtet sich aber vor allem an Privatanwender, die regelmäßig das neueste iPhone nutzen wollen. Laut Anbieter werden die Geräte nach der Nutzung an Apple zurückgegeben und auch wiederverwertet. Eine zusätzliche Versicherung kann ebenfalls ergänzt werden.

Die Preise beginnen beispielsweise bei Gravis bei 18,90 Euro pro Monat für ein iPhone SE 2022 , ein iPhone 13 kostet ab 29,90 Euro . Die Auswahl ist begrenzt, teuerstes Modell ist ein Mac Studio M1 Ultra, den Sie für 119,90 Euro pro Monat mieten können – statt ihn für 5.059 Euro zu kaufen. Abo heißt außerdem nicht, dass man das Abo monatlich kündigen kann. iPhones mietet bzw. abonniert man immer für feste 24 Monate, iPad und Macbook Pro für 36 Monate.

Das kostet das Abo

Der Vorteil eines Abos sind natürlich die niedrigen monatlichen Kosten, allerdings sollten Sie bei dem Kostenvergleich mit einem Kauf oder einer Ratenzahlung auch den Restwert nicht vergessen. Insgesamt zahlen Sie für ihr Abo-iPhone 13 über die zwei Jahre nur 717,60 Euro (Listenpreis 829 Euro). Im Unterschied zu einem Kauf müssen Sie das Gerät aber nach Ablauf des Mietvertrages zurückgeben oder müssen es während der Laufzeit „ herauskaufen “. Hätten Sie das Gerät gekauft, etwa für 829 Euro, könnten Sie es schließlich nach zwei Jahren bei Ebay verhökern – nach 24 Monaten könnten Sie vermutlich einen Restwert von knapp 300 Euro erzeilen.

Es gibt ein weiteres Risiko: Gravis empfiehlt nicht ohne Grund, zusätzlich Apple Care+ abzuschließen, da bei Schäden das Gerät repariert werden muss – Sie müssen es schließlich intakt zurückgeben. Normale Gebrauchsspuren werden bei der Rücknahme aber akzeptiert. Zusätzlich zu iPads, iPhones und Macs kann man auch Zubehör per Abo kaufen, dieses geht aber nach zwölf Monaten in Besitz des Käufers über – eigentlich eher ein Ratenkauf. Vor Abschluss des Abos ist eine Bonitätsprüfung erforderlich, die Abwicklung erfolgt bei allen Anbietern über das Unternehmen C2 bzw. Circle.

Das sind die Vorteile und Nachteile:

  • Der Vorteil des Abos: Man hat regelmäßige Ausgaben und muss nicht einen einmaligen hohen Betrag zahlen. Interessant ist das Angebot wohl vor allem, wenn man seine monatlichen Ausgaben begrenzen will oder muss. Günstiger ist aber eigentlich der Kauf, allein schon wegen des Restwertes. Haben Sie ein knappes Budget, könnten Sie alternativ schließlich eine Ratenzahlung überlegen.

  • Die „Miete“ ist relativ lang, bei einem iPhone zwei Jahre.

Mieten per Grover

Bei Grover können Sie ein iPhone auch für einen einzigen Monat mieten.
Vergrößern Bei Grover können Sie ein iPhone auch für einen einzigen Monat mieten.

Was wohl schon manchen Käufer bei Saturn und Co irritiert hat: Zusätzlich zu diesem Geräte-Abo bieten Händler wie Saturn oft eine zweite Miet-Option an, die Miete von Geräten über Grover . Grover ist ein deutscher Dienstleister, der sich auf das Vermieten von IT spezialisiert hat. Er kooperiert mit vielen Händlern, das Mieten selbst wird direkt über die Homepage von Grover abgewickelt. Hier handelt es sich im Unterschied zu Circle um ein „echtes“ Mietmodell. So kann der Mietvertrag auf einzelne Monate begrenzt werden. Interessant ist Grover etwa, wenn man für einen Monat einen Mac Pro oder für ein Projekt einen iMac benötigt. Bei einer kurzen Mietdauer ist die Rate allerdings sehr hoch, die Höhe ist nämlich nach der Mietdauer gestaffelt. Wollen Sie eine iPhone 13 für 12 Monate mieten, kostet Sie das 44,90 Euro (Tipp: bei einer Vermittlung über Saturn wird es oft etwas günstiger ). Bei einem einzelnen Monat müssen Sie sogar stolze 104,90 Euro zahlen, bei einem Zeitraum zwischen drei und sechs Monaten 74,90 Euro. Immerhin ist aber das Gerät versichert und nach der Miete können Sie auch bei Grover das Gerät für einen festen Betrag kaufen.

Was Sie aber beachten sollten: Bei Grover erhalten Sie nicht immer ein nagelneues Gerät, sondern ein neuwertiges Modell aus einem Miet-Park – wie einen Mietwagen.

Das sind die Vorteile und Nachteile

  • Interessant ist vor allem die Miete für einen oder zwei Monate: Etwa, wenn man für den Venedig-Urlaub ein iPhone Pro mit Top-Kamera dabeihaben will oder für ein Projekt ein bestimmtes aktuelles iPhone benötigt.

  • Der Preis ist höher als bei einem „Abo“ und man erhält ein „Leihgerät“ und kein neues Gerät.

  • Das Angebot ist auf bestimmte Modelle beschränkt

Weitere Mietangebote

Weitere Leih-Angebote gibt es von zahlreichen anderen Anbietern. Vor allem für Profi-Anwender gibt es in vielen Großstädten Verleihangebote von Macs, iPads und iPhone. Viele dieser Anbieter wie get-IT-Easy, pad4rent oder Zirgon richten sich aber an Unternehmen – etwa wenn eine Firma für eine Messe kurzzeitig 20 iPads oder iPhones benötigt und übernehmen teils sogar Wartung und Aufbau.

Kaufen und Verkaufen

Es gibt natürlich eine dritte, recht riskante Alternative: Sie kaufen ein iPhone und verkaufen es später. Hier müssen Sie aber mit einem hohen Wertverlust rechnen. Beim Kauf eines Gebrauchtgerätes könnten Sie zwar den Wertverlust verringern, gehen aber ein noch höheres Risiko ein – etwa wenn Sie ein defektes Gerät kaufen.

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