Leichter Laptop für Foto- und Videoprofis: Lenovo Yoga Slim 7 Pro X im Test

Leichter Laptop für Foto- und Videoprofis: Lenovo Yoga Slim 7 Pro X im Test

Foto: Thomas Rau

Auf einen Blick

Pro

Kontra

  • mäßige Akkulaufzeit

Fazit

Mobile Kreativarbeiter finden im Lenovo Yoga Slim 7 Pro X einen überzeugenden Multimedia-Laptop: Er bietet hohe Rechenleistung, gute Bildqualität und ordentliche Ausstattung in einem leichten, kompakten Gehäuse. Lediglich die Akkulaufzeit fällt mäßig aus. Teurere Notebooks erfüllen zwar höhere Ansprüche an Rechen-Power und Display, doch wer ein ausgewogenes Preis-Leistungsverhältnis bevorzugt, liegt mit diesem Laptop genau richtig.

Preis beim Test

1800 Euro

Wer Fotos und Videos erstellt und bearbeitet, kann nicht auf Leistung verzichten. Andererseits wollen sich kreative Anwender aber auch nicht an den Schreibtisch ketten, weil nur ein High-End-PC oder ein schwerer Laptop diesen Anspruch erfüllt. Hier kommt das Lenovo Yoga Slim 7 Pro X ins Spiel: Das rund 1,5 Kilogramm leichte Notebook mit 14,5-Zoll-Display will hohe Rechenleistung und Mobilität zusammenbringen.

Für Rechenkraft sorgen der Core 7-12700H aus der 12. Core-Generation Alder Lake mit 14 Kernen sowie eine Geforce RTX 3050 mit 4 GB Grafikspeicher. Achtung: Derzeit besser verfügbar als unser Testmodell für rund 1800 Euro mit der Nvidia-GPU sind günstigere Modelle des Pro X ab rund 1200 Euro, die nur die integrierte Prozessorgrafik Iris Xe nutzen.

Das elegante Gehäuse dürfte auch Anwendern mit hohem optischen Anspruch gefallen: Sein Farbton ist anthrazit-grau, je nach Lichteinfall erscheint es in dunklerem Grau oder einem Blauton. Dank abgerundeter Ecken und Kanten lässt es sich überall schmerzfrei anfassen sowie problemlos mit nur einer Hand öffnen. Das Display kann um 180 Grad geöffnet werden, die Scharniere halten den Bildschirm jederzeit stabil im eingestellten Winkel, selbst bei unruhigen Bus- und Bahnfahrten.

Die Farbe des Deckels wechselt je nach Lichteinfall zwischen Grau und Blau.
Die Farbe des Deckels wechselt je nach Lichteinfall zwischen Grau und Blau.
Foto: Thomas Rau

Bei der Hardwareausstattung wählt Lenovo einen sinnvollen Mittelweg: Das Pro X ist rechenstärker als die meisten Business-Notebooks dieser Größe, bietet aber eine deutlich reduzierte Leistung im Vergleich zu mobilen Spiele-Notebooks, die sich dank starker CPU und GPU ebenfalls für Multimedia-Bearbeitung einsetzen lassen.

Der Core i7 läuft daher im Lenovo-Notebook mit einer geringeren Leistungsaufnahme – 40 statt 45 Watt für die Standard-TDP sowie 80 statt 115 Watt für den Maximalwert. Gleiches gilt für die RTX 3050, der Lenovo eine maximale TGP von 55 Watt gestattet, während sie in größeren Multimedia-Notebooks bis zu 65 Watt nutzen darf.

Trotz dieser Einschränkungen bietet das Pro X eine sehr hohe Rechenleistung: Die CPU-Leistung liegt zum Beispiel im Cinebench R23 rund 20 Prozent vor einem Core i7-11800H aus der Tiger-Lake-Generation. Da die GPU aber etwas langsamer arbeitet, ergeben die System-Benchmarks PC Mark 10 und der Sysmark 25 einen Gleichstand zwischen der Alder-Lake- und einer Tiger-Lake-Plattform, in der die RTX 3050 bis zu 65 Watt aufnehmen darf. Je nachdem, wie stark eine Aufgabe CPU- oder GPU-Leistung abruft, liegt das Pro X knapp vor beziehungsweise knapp hinter einem entsprechenden Kreator-Laptop mit Tiger Lake.

Dafür arbeitet das Lenovo-Notebook unter Last noch verhältnismäßig leise und sein Gehäuse erwärmt sich nicht so stark. Für den längeren Einsatz auf den Oberschenkeln ist es aber trotzdem nicht geeignet.

Rechts am Gehäuse sitzt unter anderem ein Schalter für die Kameraabdeckung.
Rechts am Gehäuse sitzt unter anderem ein Schalter für die Kameraabdeckung.
Foto: Thomas Rau

Das spiegelnde IPS-Panel zeigt eine 3K-Auflösung von 3072 x 1920 im Seitenverhältnis 16:10. Damit bietet es eine sehr hohe Punktdichte von 250 ppi, vorteilhaft für die detaillierte Darstellung von Fotos und Videos. Außerdem lässt sich die Bildwiederholrate auf 120 Hz erhöhen.

Die Bildqualität ist gut, aber nicht herausragend: Die Helligkeit liegt bei über 400 cd/qm, auch Kontrast und Helligkeitsverteilung sind sehr ordentlich. Den sRGB-Farbraum deckt das Display zu 95 Prozent ab, Adobe-RGB und DCI-P3 aber nur zu 72 Prozent. Sehr stark ist dagegen die Farbtreue – die Abweichung Delta-E liegt bei nur 0,86.

Gemessen am Preis, fallen diese Ergebnisse sehr gut aus. Wer als digitaler Kreator höhere Ansprüche an Bildqualität und Farbwiedergabe hat, muss meist mehr als 2000 Euro für ein entsprechendes Notebook ausgeben.

Linke Gehäuseseite mit HDMI und zweimal Typ-C Thunderbolt 4.
Linke Gehäuseseite mit HDMI und zweimal Typ-C Thunderbolt 4.
Foto: Thomas Rau

Das Mobilitätsversprechen erfüllt das Pro X vor allem durch sein geringes Gewicht: Es ist kaum schwerer als Multimedia-Notebooks mit 14-Zoll-Display, dafür deutlich leichter als die meisten 15″-Notebooks mit Grafikkarte.

Bei der Akkulaufzeit schwächelt es dagegen: Knapp acht Stunden im WLAN-Test und rund 7,5 Stunden im Mobile Mark 25 sind selbst im Vergleich mit anderen Multimedia-Notebooks nicht besonders viel. Konkurrenten mit einem größeren Display laufen länger aufgrund eines größeren Akkus, kleinere Kreator-Laptops sind im Akkubetrieb sparsamer als das Pro X, weil die GPU und die hohe Auflösung bei ihm den Verbrauch erhöhen.

Positiv: Der Akku ist sehr schnell wieder geladen und nach einer Stunde an der Steckdose wieder zu 90 Prozent gefüllt.

Die Schnittstellenausstattung des Pro X überzeugt angesichts des kompakten Gehäuses: Multimedia-Arbeiter haben dank HDMI-Ausgang und zweimal Typ-C mit Thunderbolt 4, worüber das Notebook auch geladen wird, kein Problem zusätzliche Monitore oder schnellen externen Speicher anzuschließen. Ein Kartenleser fehlt allerdings ebenso ein LAN-Port – für schnelle Netzwerkverbindungen bietet sich das WLAN-Modul mit Wi-Fi 6E an. Die 1080p-Kamera unterstützt die biometrische Anmeldung über Windows Hello und lässt sich über einen Shutter-Schalter rechts am Gehäuse abdecken.

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