Nvidia hat zu viel produziert – purzeln jetzt die Preise?

Nvidia hat zu viel produziert - purzeln jetzt die Preise?

Nvidia hat seine Quartalszahlen veröffentlicht und eingeräumt, dass man zu viel produziert habe – purzeln jetzt die Preise?

Der PC-Markt erlebt gerade einen ziemlichen Einbruch. Hersteller wie Nvidia haben diese Markt-Bremsung nicht kommen sehen und stecken jetzt in einer unangenehmen Position, denn man habe schlicht zu viel produziert. In Nvidias Fall sind das GPUs, wie auch The Verge berichtet.

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Was bei den aktuellen Quartals-Ergebnissen für Nvidia und deren Investoren eine ärgerliche Situation ist, ist für Gamer spannende Zeiten. Denn Nvidia versucht nun, das Beste aus der Situation für das Unternehmen und Investoren herauszuholen – Gamer können davon nur profitieren. 

Für Kunden wird es einige Rabatte bei RTX-3000-Produkten geben

Der erste Versuch gegen den Markt-Sinkflug entgegenzuwirken, werden Rabatte sein, das bestätigte auch Nvidia-CEO Jensen Huang: “Wir haben überschüssige Bestände” , sagt Huang. “Unsere Strategie ist es, deutlich unter dem aktuellen Durchverkaufsniveau auf dem Markt zu verkaufen, um dem Vertrieb die Möglichkeit zu geben, zu korrigieren.”

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“Wir haben mit unseren Partnern Programme implementiert, um Produkte im Vertrieb preislich so zu positionieren, um uns auf die nächste Generation vorzubereiten”, sagte er in der Telefonkonferenz.

Das spricht dafür, die aktuellen Grafikkarten und Chips aus der RTX-3000-Reihe deutlich günstiger zu vertreiben, um noch so viele wie möglich zu verkaufen, bevor die Karten der neuen RTX 4000-Serie auf den Markt erreichen. Da damit in erster Linie der Vertrieb gemeint ist, wird es noch etwas dauern, bis die günstigeren Preise auch den Endkunden erreichen. Aber da auch Händler daran interessiert sind, ihre Regale zu räumen, werden früher oder später die Preise purzeln.

Weitere Pläne, um den Abverkauf zu sichern

Neben den spannenden Aussichten auf Rabatte für Endkunden, hat Nvidia aber auch weitere Pläne, um den Abverkauf anzukurbeln. Dazu möchte man den Kunden vermitteln, dass Spieler mit Karten der aktuellen RTX-3000-Serie besten für die Zukunft gerüstet sind und dahin gehend auch sein Marketing ankurbeln möchte. Und auch im Cloud-Bereich sieht man noch Platz für aktuelle Nvidia-Karten: “Wir haben gehört, dass das GPU-Angebot in der Cloud knapp ist” , so Huang. Nvidia könnte also noch andere Möglichkeiten haben, als die Bestände seiner GPUs durch niedrige Preise abzubauen.

Nvidia-CFO Collette Kress deutete zudem an, dass Nvidia möglicherweise noch etwas ganz anderes in Aussicht hat, um seine Einnahmen zu verbessern. Nvidia habe “ein neues Marktsegment, das wir mit unserer Gaming-Technologie erreichen wollen”, sagte sie während der Telefonkonferenz. Welcher Kanal aus dem Gaming-Bereich das sein soll, bleibt allerdings offen.

Nvidia hat allerdings während der Bekanntgabe der Zahlen zum 2. Quartal wiederholt betont, dass die Gaming-Nachfrage trotz des plötzlichen Umsatzrückgangs nicht eingebrochen ist, und darauf hingewiesen, dass die Geforce-Verkaufszahlen immer noch 70 Prozent höher sind als vor der Pandemie.

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