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Rundfunkbeitrag: So viel verdienen die Intendanten

Vom Rundfunkbeitrag werden auch die Gehälter der Intendanten von ARD und ZDF bezahlt. Der Topverdiener kassiert 413.000 Euro pro Jahr. Eine Intendantin bekam zuletzt eine Gehaltserhöhung von 16 Prozent.

Eines der Aufregerthemen in Zusammenhang mit dem Rundfunkbeitrag ist die Verwendung der dadurch erzielten Finanzmittel. Dabei stehen vor allem die Gehälter der Intendanten im Fokus. Business Insider hat basierend auf einer Recherche der Welt (hinter Paywall) zusammengestellt , wie viel einige Intendanten verdienen.

16 Prozent mehr Gehalt

Die schon länger anhaltende Debatte darüber, wie angemessen die Gehälter der Intendanten (also die Leiter der ARD-Rundfunkanstalten und des ZDF) sind, nahm kürzlich wieder an Fahrt auf: Das Gehalt von Patricia Schlesinger, Intendantin des rbb Rundfunk Berlin-Brandenburg und derzeit auch ARD-Vorsitzende, stieg um 16 Prozent auf 303.000 Euro, während bei den übrigen Personalkosten des Senders rbb gespart werden muss. Das musste ja Kritik hervorrufen. Zumal es obendrein Vorwürfe wegen umstrittener Beraterverträge gibt. Schlesinger zeigte sich zuletzt aber bereit, neu über ihr Gehalt zu verhandeln.

Das sind die Topverdiener

Schlesingers Gehalt ist allerdings keineswegs ungewöhnlich hoch, wenn man sich ansieht, was andere ARD-Intendanten kassieren. Grundsätzlich gilt die Faustregel: Je größer das Budget des Senders und damit der Anteil am eingenommenen Rundfunkbeitrag, desto höher ist das Intendantengehalt. Tom Buhrow, der Intendant des WDR, darf sich über 413.000 Euro pro Jahr freuen – das ist deutlich mehr als noch 2019, wie Sie hier nachlesen können: Rundfunkbeitrag – bis zu 395.000 Euro verdient ein ARD-Intendant. Kai Gniffke, der dem SWR vorsteht, bekommt 361.000 Euro und Joachim Knuth vom NDR ist mit 346.000 Euro pro Jahr mit dabei. Katja Wildermuth vom BR erhält 340.000 Euro.

Die umstrittene Schlesinger liegt mit ihren 303.000 Euro im Mittelfeld der Intendantengehälter. Manfred Krupp vom HR kommt auf 305.000 Euro, Karola Wille vom MDR auf 295.000 Euro und Yvette Gerner von Radio Bremen auf 281.000 Euro.

Die Intendanten legen ihre Gehälter nicht selbst fest, sondern es sind die jeweiligen Aufsichtsgremien der Rundfunkanstalten, die darüber beschließen. Diese sollten also Ziel der Kritik sein, falls man der Meinung ist, dass die Intendanten zu viel verdienen.

In Deutschland ist der Rundfunkbeitrag zur Finanzierung des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks durchaus umstritten und es gibt Vorschläge zur Reform des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks und auch Kritik an der Mittelverwendung. Doch eine Abschaffung des Rundfunkbeitrags steht in Deutschland anders als beispielsweise in Frankreich nicht zur Diskussion.

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