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So nutzen Sie Windows oder Ventura kostenlos am M1-Mac

Für Mac-Anwender liefert UTM eine kostenlose Möglichkeit, Mac-OS und Windows auf dem ARM-Mac zu verwenden – sogar Windows 7 und Mac-OS 9 sind kompatibel.

Sie wollen Windows-Programme auf dem Mac verwenden? Dafür hat sich die sogenannte Virtualisierung von Windows bewährt, ein komplettes PC-Betriebssystem läuft dann wie eine eigene App auf Ihrem Mac – und Sie haben innerhalb von Sekunden Zugriff auf die Access-Datenbank der Firma, eine Branchenlösung oder ein anderes Windows-Tool.

Neben Parallels, Vmware Fusion und Virtual Box ist in den letzten Jahren das kostenlose Open UTM als Virtualisierer beliebt geworden. Open UTM ermöglicht eine einfache Nutzung von Linux, MacOS und Windows-Systemen auf dem Mac, erhältlich ist das Tool über die Webseite des Herstellers und im App Store (im App Store ist Open UTM kostenpflichtig). Das ist eigentlich keine Sensation, viele Mac-Anwender nutzen schon seit Jahren virtuelle Versionen von Windows oder macOS auf ihrem Mac.

Bei neueren Macs mit ARM-CPU stößt Virtualisierung allerdings auf ein Problem: Durch die neue CPU können Sie als virtuelles System nur ARM-Betriebssysteme nutzen, etwa die ARM-Version von Windows oder auch Linux. Die ARM-Versionen von Windows sind aber nicht im Handel erhältlich, man kann nur eine Testversion nutzen. Das ist für Privatanwender kein Problem und funktioniert mit Parallels problemlos, und mit einigen Apps gibt es doch Kompatibilitätsprobleme. Auch die Nutzung einer inoffiziellen Version von Windows ist für Firmenanwender problematisch.

Emulation statt Virtualisierung

Die Besonderheit: Macht man Kompromisse bei der Performance, kann man sogar eine x86-Version von Windows nutzen. UTM bietet nämlich neben der Virtualisierung (bei der das System direkt auf die CPU zugreifen kann) auch die sogenannte Emulation eines Systems, bei der auch die CPU in Software nachgebildet wird. Nur so ist es möglich, auch Betriebssysteme zu nutzen, von denen es keine ARM-Version gibt. Neben Windows 7 gehört dazu übrigens auch Mac-OS 9.

Bei der Nutzung der „Intel-Version“ von Windows muss man aber die komplette CPU in Software nachbilden, weshalb sich allenfalls genügsame Betriebssysteme wie XP und Windows 7 eignen. Wie schnell bzw. lahm ist ein solches System aber nun wirklich? 

Sind Windows 7 und XP nicht zu unsicher?

Eigentlich müssen wir von der Nutzung von Windows 7 und Windows XP abraten. Für diese Systeme veröffentlicht Microsoft keine Sicherheitsupdates mehr und diese alten Betriebssysteme werden von Hackern und Spammern gezielt angegriffen. Verzichtet man aber auf Internetzugang (dazu später mehr) oder nutzt die virtuelle Umgebung ausschließlich für ein Spezialprogramm (z.B. Eagle) kann die Nutzung für Privatanwender viel Sinn ergeben. Die Nutzung erfolgt aber auf eigene Gefahr!

Betriebssystem auswählen und herunterladen

Die Oberfläche ist übersichtlich aufgebaut und das Herunterladen und Installieren vorgefertigter virtueller Maschinen problemlos möglich. Wie in einem Katalog kann man auf einer Webseite von UTM zwischen verschiedenen Linux-, Windows- und Mac-Betriebssystemen auswählen. Installationsimages für Windows kann man nicht direkt herunterladen, es wird aber auf sie verwiesen oder verlinkt. Für Windows 7 und listet die Seite eine Installationsdatei auf, die man per Google finden und herunterladen kann.

Es gibt auch einen Download-Button auf der jeweiligen Seite, hier laden Sie aber kein Betriebssystem, sondern eine empfehlenswerte Installationsvorlage. Bei einigen Systemen wie MacOS 9 gibt es sogar eine „Open in UTM“-Link, über den man die Installation direkt in der App starten kann.

So installieren Sie Windows 7 als Emulation

  • Voraussetzung für die Installation ist eine Installationsdatei, etwa eine ISO-Datei oder ein Image.

  • Öffnen Sie die App UTM und klicken Sie auf das kleine Plussymbol

  • Es öffnet sich nun ein Fenster mit den Optionen „Virtualize“ und „Emulate“. Wir wollen ein System emulieren. Klicken Sie auf „Emulate“ dann „Windows“.

  • Unter „Browse“ müssen Sie nun ihr Installationsimage auswählen und klicken auf „Next“

  • Sie können nun RAM und die Anzahl der CPU-Kerne wählen. Klicken Sie auf „Next“, auch die nächste Option können Sie mit „Next“ überspringen

  • Nun starten Sie mit „Save“ die Erstellung der VM und starten mit „Run“ die Installation.

Die Installation ähnelt stark einer üblichen Installation eines Systems. Eingaben wie „Press any Key“ müssen Sie mit der Mac-Tastatur bestätigen, beim ersten Start von Windows die üblichen Angaben eingeben. Ein Unterschied: Sie müssen für Maus-Aktionen die Maus aktivieren, um sie in der virtuellen Umgebung nutzen zu können. Dazu können Sie das kleine Maus-Symbol am oberen Fensterrand verwenden oder die Tastenkombination Control+Option.

Ist die Installation von Windows vollständig, sollten Sie noch zusätzliche Tools installieren, die sogenannten “spice-guest-tools”. Diese laden Sie als Installationsdatei zuerst auf Ihren Mac. Über das kleine CD-Symbol in der Fensterleiste können Sie diese Datei auswählen und in der Windows-Umgebung einbinden. Öffnen Sie diese Datei und installieren Sie die Tools. Sie müssen die Installation dabei mehrmals bestätigen.

Nun können Sie Ihr virtuelles System nutzen. Über das kleine Pfeilsymbol in der Fensterleiste können Sie es zurücksetzen, über das Stopp-Symbol ausschalten und mit dem Pause-Symbol anhalten.

Sie können zwischen Emulation und Virtualisierung eines Systems wählen.
Vergrößern Sie können zwischen Emulation und Virtualisierung eines Systems wählen.

Einfache Bedienung, aber schlechte Performance

Windows 7 funktioniert nach Installation der Tools recht annehmbar, wenn auch mit wenig Komfort. Im Unterschied zu kommerziellen Virtualisierungsprogrammen wie Parallels fehlt es an nützlichen Optionen, so ist die Änderung der Auflösung nur beschränkt möglich. Auch der Datenaustausch zwischen Mac und virtuellem System ist umständlich. Das größte Problem ist aber die schlechte Performance, die durch die langsame Software-CPU bedingt wird. Der systemeigene Performance-Test von Windows 7 bemängelt vor allem die CPU. Der Test, der Werte zwischen 1,0 bis 7,9 angibt, weist der CPU einen ungewöhnlich niedrigen Wert von 1,7 zu – das entspricht einem 20 Jahre alten Büro-Rechner. Vor allem die Grafikleistung erhält die noch schlechtere Note 1,0, während Speicher und RAM eigentlich hervorragende Leistung zeigen – mit 7,3 und 7,9 Punkten.

Die Leistung der CPU ist auf unserem Mac Mini M1 nur mäßig.
Vergrößern Die Leistung der CPU ist auf unserem Mac Mini M1 nur mäßig.

Wir hatten gehofft, ein altes System wie Windows 7 wäre so ressourcenschonend, dass es sich gut für eine Emulation eignet. Nach unserem Eindruck überwiegen aber die Nachteile die Vorteile eines „echten“ x86-Systems.

Ein altes System hat außerdem viele Tücken: Bei einem alten Windows-System wie Windows 7 ist der vorinstallierte Browser mangels Zertifikaten kaum nutzbar. Zu unserer Überraschung scheiterte die Installation eines alternativen Browsers wie Chrome, weil beim ersten Programmstart der Einrichtungsassistent einfror. Auch die Grafikleistung ist sehr mäßig. Für einfachere Spezialtools sollte die Performance aber genügen. Vor allem die miserable CPU-Leistung ist aber ein lästiges Problem, auch einfache Systemaktionen laufen verzögert ab. Wir empfehlen, falls möglich, zu einer der ARM-Versionen von Windows 11 oder Windows 10 zu greifen. Hier bietet UTM eine weit bessere Leistung. Für diese Systeme gibt es aber mit Fusion und Vmware ausgereiftere Virtualisierungs-Lösungen. Vor allem Parallels bietet auf ARM-Macs neben besserem Funktionsumfang guten Komfort und eine akzeptable Grafikleistung. Die Installation erfolgt ähnlich wie bei einer Emulation, über die Webseite wird auch auf Download-Möglichkeiten für die ARM-Versionen von Windows 11 und 10 hingewiesen.

Fazit:

Die Installation eines alten Mac- oder Windows-Systems ist sehr einfach möglich, die Bedienung problemlos. Leider ist die Performance der Emulation so schlecht, dass nur einfache Tools nutzbar sind, schon Internetsurfen ist kaum möglich.

Weitere Optionen, um Windows am Mac zu nutzen, zeigen  wir hier .

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