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Test: Dieser WLAN-Router braucht Ihre Hilfe

Der TP-Link Archer AX6000 ist ein üppig ausgestatteter Wi-Fi-6-Router. Top-Leistung rückt er aber nicht auf Anhieb heraus.

Beim TP-Link Archer AX6000 sollten eigentlich keine Zweifel am WLAN-Tempo aufkommen: Der Wi-Fi-6-Router ordnet der Hersteller in die Kategorie AX6000 ein, weil er insgesamt knapp 6 GBit/s über die Frequenzen 5 und 2,4 GHz überträgt.

Dazu kann er jeweils vier MIMO-Streams nutzen: Das bringt bei der direkten Verbindung zu einem WLAN-Client derzeit keine Vorteile, denn Wi-Fi-6-Clients übertragen maximal zwei MIMO-Streams. In einem großen WLAN-Netzwerk ist der AX6000 dagegen gut aufgehoben, weil er über seine vielen Streams auch mehrere Geräte gleichzeitig anbinden kann, sofern diese MU-MIMO beherrschen.

Zu einem WLAN-Client, der zwei MIMO-Streams über einen 160-MHz-Funkkanal übertragen kann, wie unser Test-Notebook Lenovo Legion 5 Pro, könnte der TP-Link-Router also bis zu 2,4 GBit/s übertragen. Dass das nicht ganz so einfach ist, liegt zum einen an der Ausstattung, zum anderen an den Einstellungen des Archer AX6000.

Acht LAN-Ports sowie einen 2,5-GBit-WAN-Port bietet der TP-Link-Router.
Vergrößern Acht LAN-Ports sowie einen 2,5-GBit-WAN-Port bietet der TP-Link-Router.

© Thomas Rau

Der WLAN-Router wählt nicht immer den besten Kanal

Der TP-Link Archer AX6000 hat zwar acht LAN-Ports, die aber alle maximal Gigabit-Ethernet-Tempo beherrschen. Diese üppige Ausstattung ist natürlich vorteilhaft für ein großes Heimnetz, weil sich viele kabelgebundene Geräte ohne Zusatzausgaben für Switches direkt mit dem Router verbinden lassen. Andererseits bremst die Gigabit-Grenze der LAN-Ports das WLAN-Tempo aus, wenn Sie Daten von einem WLAN-Client zu einem LAN-Client übertragen wollen.

Als Umweg bietet der Archer AX6000 Link Aggregation an: Die beiden LAN-Ports LAN2 und LAN3 lassen sich zusammenschließen, um die Bandbreite zu erhöhen. Das bringt aber nur Vorteile, wenn auch am anderen Ende der Link-Aggregation-Verbindung ein Gerät sitzt, das diese Funktion beherrscht – zum Beispiel ein High-End-NAS-System – und auch dann nur, wenn mehrere Clients gleichzeitig darauf zugreifen.

Doch im Test schöpft der TP-Link Archer AX6000 zunächst nicht einmal das Gigabit-Potential aus: Über 5 GHz schafft er lediglich rund 850 MBit/s, knapp 100 MBit/s weniger als zu erwarten wären. Denn er beharrt darauf, sich über auf der 5-GHz-Frequenz über einen unteren Kanal mit 80 MHz Bandbreite zu verbinden. Schlauer wäre es in unserem Testszenario gewesen, einen höheren Kanal und 160 MHz Bandbreite zu nutzen, denn auf den oberen 5-GHz-Kanälen sind keine anderen WLANs aktiv.

Testergebnis WLAN-Tempo

Top-Tempo erst mit Nachhilfe

Doch selbst, nachdem wir die Autokanal-Funktion abgeschaltet und den WLAN-Router auf Kanal 100 gezwungen haben, kommt er nur auf rund 880 MBit/s: Denn selbst im störungsfreien Funkumfeld beharrt er auf einem 80-MHz-Kanal, obwohl die Kanalbandbreite im Menü auf „Automatisch“ gestellt ist.

Nachdem wir den WLAN-Router fest auf einen 160-MHz-Kanal eingestellt haben, erreicht er endlich die erwartete Leistung: Über die kurze Distanz liefert er 943 MBit/s, also Gigabit-Tempo.

Bei den anderen WLAN-Tests bietet der Archer AX6000 ordentliche Ergebnisse, kann sich aber nicht auszeichnen: Über 5 GHz zum Beispiel schafft er knapp 80 Mbit/s über die lange Distanz – das geht in Ordnung, aber über einen anderen Kanal als den, der Router automatisch aussucht, wäre mehr drin gewesen.

Über 2,4 GHz ist die Kanalauswahl sowieso begrenzt, dementsprechend kann der TP-Link-Router nicht viel falsch machen: Mit knapp über 200 MBit/s über die kurze und 44 Mbit/s über die lange Messdistanz gibt es den Ergebnissen nichts zu mäkeln.

Als WLAN-Router hinter einem Modem ist der Archer AX6000 für alle Anschlussarten geeignet: Sein WAN-Port überträgt bis zu 2,5 Gbit/s und bremst damit weder beim Kabel- noch beim Glasfaseranschluss die Bandbreite aktuell erhältlicher Tarife aus.

Testergebnis USB-Transferrate

Typ-A und Typ-C für den USB-Anschluss

Die üppige Ausstattung des TP-Link Archer AX6000 lässt sich auch für den Einsatz als NAS-System nutzen: Der Router hat zwei USB-Anschlüsse, einen mit Typ-A, einen mit Typ-C. Im Test mit einer externen USB-SSD liegt die Leseleistung bei 117 MB/s, wenn der Speicher per Typ-C angeschlossen ist, bei knapp über 80 MB/s am Typ-A-Port. Auch hier begrenzt wieder der Gigabit-LAN-Port, an dem der Testrechner angeschlossen ist, das Übertragungstempo, denn die dank einer leistungsfähigen 4-Kern-CPU mit 1,8 GHz könnte der Router die Daten eigentlich schneller transferieren. Positiv: Mit NTFS, exFAT, HFS+ und FAT32 unterstützt er zahlreiche Dateisysteme beim USB-Speicher.

Aufgrund des schnellen Prozessor und der umfangreichen Ausstattung liegt die Leistungsaufnahme des Archer AX6000 relativ hoch: Im Ruhemodus ohne Übertragung gönnt er sich 10,5 Watt, bei der WLAN-Übertragung zwischen 15 und 16 Watt – etwas mehr als in dieser Leistungsklasse üblich.

Das Router-Menü des Archer AX6000 ist übersichtlich gestaltet.
Vergrößern Das Router-Menü des Archer AX6000 ist übersichtlich gestaltet.

Auch dem Router-Menü fehlt an einigen Stellen der Feinschliff: Nicht alle Optionen sind übersetzt, an einigen Stellen stehen noch Platzhaltertexte („need further explanation“), eine Fehlermeldung erscheint auf Dänisch.

Dazu kommen noch andere Schwächen im Praxisbetrieb, die der TP-Link-Router allerdings mit Modellen anderer Hersteller gemeinsam hat: Zum Beispiel beschwert er sich beim Einrichten, dass das gewählte Menü-Passwort zu schwach ist, erlaubt aber trotzdem die Anmeldung damit. Außerdem bekommt der Anwender keinen Hinweis darauf, warum das 5-GHz-WLAN nach einem Neustart über einen längeren Zeitraum nicht erscheint: Dass es daran liegt, dass wie vorgeschrieben die DFS-Funktion im Einsatz ist, steht nicht einmal im Ereignisprotokoll.

Menü für die Kindersicherung im Archer AX6000
Vergrößern Menü für die Kindersicherung im Archer AX6000

Das Menü bietet alle grundlegenden Einstellungen. Die Optionen sind dank schwarzer Schrift auf weißem Hintergrund gut erkennbar. Allerdings wirkt das Menü dadurch recht bieder, weil es auch bei Funktionen, die von einer farblichen Darstellung profitieren würden, nicht von diesem Format abweicht – etwa bei der Übersicht über WLAN-Zeitbegrenzungen.

Vieles lässt sich im übersichtlichen und sinnvoll gegliedertem Menü schnell einstellen und anpassen: Gäste-WLANs ebenso wie der Fernzugriff per Internet und Dyn-DNS. Bei den QoS-Einstellungen können Sie den Router anweisen, bestimmte Geräte oder Einsatzzwecke wie Gaming, Streaming, Surfen oder Chatten zu priorisieren.

WPA3-Verschlüsselung unterstützt der TP-Link-Router im Transition Mode
Vergrößern WPA3-Verschlüsselung unterstützt der TP-Link-Router im Transition Mode

Diese Funktionen fehlen

Wer tiefer einsteigen will, wird aber manchmal enttäuscht: Der TP-Link Archer AX6000 kann zum Beispiel als VPN-Server arbeiten, aber nicht als VPN-Client. Bei der Kindersicherung bietet er vorgefertigte Filterprofile nach Alter an, erlaubt aber keine Sperre einzelner Dienste oder Protokolle.

Beim Design hat TP-Link dagegen ganze Arbeit geleistet: Der WLAN-Router sieht in seinem dunklen, fast quadratischen Gehäuse mit klavierlackierten Elementen sehr schick aus. In der Mitte sitzt das Herstellerlogo auf einem goldfarbenen Untergrund, umgeben von einer LED-Leiste, die mit unterschiedlichen Farben den Status des Routers signalisiert. Außen am Gehäuse lassen sich acht kurze externe Antennen hochklappen.

TP-Link AX6000

Ausstattung

WLAN-Standard

Wi-Fi 6

Frequenzen

5 GHz / 2,4 GHz

max. Tempo (in MBit/s)

4804 / 1148

max. Kanalbandbreite

160 MHz

MIMO-Streams

4×4

MU-MIMO

ja

Mesh-Unterstützung

ja

DFS

ja  

Modem

LAN

8x Gigabit

WAN

1x 2,5-Gigabit

USB

1x USB 3.0, 1x USB Typ-C

Telefon

DECT

Antennen

8 (extern)

Tasten

Einschalter, Reset, WPS, WLAN

LEDs

1x Status

Lieferumfang

Kurzanleitung, LAN-Kabel (1,20m), Netzteil (48 Watt)

Garantie

3 Jahre

Besonderheiten

Link Aggregation

TP-Link Archer AX6000

Testergebnisse

Firmware

1.2.4 Build 20210719

WLAN-Tempo 5 GHz, kurze Distanz (MBit/s)

943

WLAN-Tempo 5 GHz, weite Distanz (MBit/s)

77

WLAN-Tempo 2,4 GHz, kurze Distanz (MBit/s)

203

WLAN-Tempo 2,4 GHz, weite Distanz (MBit/s)

44

Leistungsaufnahme in Watt (1x LAN, 1x WLAN, keine Übertragung)

10,5

Leistungsaufnahme in Watt (WLAN-Transfer 5 GHz)

16,4

USB-Transferrate in MB/s (Lesen, 400 MB)

117

USB-Transferrate in MB/s (Schreiben, 400 MB)

76

Latenz (ms): Durchschnitt aus fünf Messungen

16

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