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“Threema” mit versteckter Kamera: Persönliche Daten gegen Gratis-Eis

Welche Daten würden Sie für ein Gratis-Eis hergeben? Ein spannendes Experiment hat der Schweizer Anbieter des Messengers „Threema“ in Zürich angestellt und dokumentiert.

Dass etwas kostenlos ist, heißt noch lange nicht, dass es auch umsonst ist. Diese schlichte, aber mitunter nicht ernst genommene Botschaft will der Schweizer Entwickler Threema mit einem sozialen Experiment bewusst machen. Dazu hat man auf einem Platz in Zürich ein paar versteckte Kameras aufgestellt, und in einem Eis-Wagen durfte die fingierte Verkäuferin ziemlich direkt-unverschämte Fragen an die potenziellen Kund:innen stellen, wie: Welcher Jahrgang sind Sie? Wie lautet Ihre Telefonnummer? Wie heißt Ihre beste Freundin? Mit wem haben Sie zuletzt gechattet? Würden Sie bitte nachgucken? Oder auch, welche Partei man wählt.

Nicht viele waren bereit, für ein Eis solche Fragen zu beantworten. Die überwiegende Mehrheit der Passanten war demnach sichtlich irritiert angesichts der persönlichen Fragen, und nahezu niemand hat sie anstandslos beantwortet, so der Schweizer Entwickler in seinem Blog zum Experiment inklusive eines Videos dazu . Ein Kunde wurde sogar aggressiv, weil er nun endlich sein Eis haben wollte.

Es gibt kein Gratis-Eis – Daten als Ware

Auf der anderen Seite, so erläutert Threema, geben im Internet nach wie vor unzählige User „bereitwillig und allem Anschein nach bedenkenlos dieselben persönlichen Angaben gegenüber Tech-Konzernen preis, um im Gegenzug Online-Dienste kostenlos zu nutzen.“

Und führt weiter aus: „Die erhobenen Daten sind nämlich weit mehr wert als auf den ersten Blick erkennbar, denn sie erlauben den beteiligten Tech-Konzernen, detaillierte Nutzerprofile anzulegen und diese für den Verkauf von zielgerichteten Werbeanzeigen zu nutzen – was ihnen eine Menge Geld einspielt.“

Keine Frage, obwohl das vielen Usern auch der kostenlosen Messenger wie Whatsapp bekannt ist oder auf sozialen Netzwerken wie Facebook & Co., ist die Hemmschwelle dafür dennoch erstaunlich niedrig. Wir schließen uns dabei durchaus ein. Obwohl wir dem Satz von Threema prinzipiell zustimmen: „Für Datenschutz und Privatsphäre zu zahlen, lohnt sich also in jedem Fall.“ Und für Freunde und Bekannte, die diesen Messenger auch nutzen, denn die Verbreitung spielt ja hier eine erhebliche Rolle, um jemanden zu erreichen, nutzen wir „Threema“ auch gern.

Ganz billig ist es freilich nicht – inzwischen zahlt man dafür einmalig 4,99 Euro im App Store . Dafür darf man laut Entwickler seine persönlichen Daten für sich behalten.