Toaster trifft Kühlschrank: Plant Apple doch Macs mit Touchscreen?

Toaster trifft Kühlschrank: Plant Apple doch Macs mit Touchscreen?

Obwohl bislang als unergonomisch (oder eher unökonomisch?) bewertet, soll Apple aktuell an neuen Macbooks mit Touchscreen arbeiten. Erste Resultate könnte es 2025 zusammen mit einem größeren Update des MacBook Pro geben.

Um Kannibalisierung zu vermeiden, zieht Apple aktuell (noch) eine Grenze zum iPad und versagt dem Macbook ein Touch-Display
Um Kannibalisierung zu vermeiden, zieht Apple aktuell (noch) eine Grenze zum iPad und versagt dem Macbook ein Touch-Display
Foto: Pavel Heyets – shutterstock.com

Seit mehr als einem Jahrzehnt argumentiert Apple, dass Touchscreens auf Laptops nicht gut funktionieren und dass das iPad die bessere Wahl ist, wenn jemand eine Touch-Oberfläche wünscht. Doch nachdem Laptop-Konkurrenten wie Dell, HP, Microsoft oder Lenovo längst auf Touchscreens setzen, wächst der Druck, da Apple nun als einziger der großen Computerhersteller ohne ein entsprechendes Produkt da steht.

Noch, denn wie der gewöhnlich sehr gut informierte Bloomberg-Journalist Mark Gurman von Quellen erfahren hat, arbeiten Apple-Ingenieure aktiv an einem entsprechenden Projekt. Die Pläne sehen vor, dass Apples erstes MacBook Pro mit Touchscreen zwar wie gewohnt ein traditionelles Laptop-Design mit Standard-Trackpad und physischer Tastatur erhält. Der Bildschirm des Laptops würde jedoch ähnlich wie iPhone und iPad Touch-Eingaben und -Gesten unterstützen.

Apple erwägt, seinen ersten Mac mit Touchscreen im Jahr 2025 als Teil einer größeren Aktualisierung des MacBook Pro auf den Markt zu bringen, so Gurmans Informanten. Die Markteinführung sei jedoch noch nicht endgültig beschlossen und die Pläne könnten sich noch ändern. Im Rahmen der Überarbeitung des MacBook Pro plant Apple auch die Umstellung seiner Displays auf OLED-Technologie. Das Unternehmen verwendet derzeit LCDs für seine Macs, aber iPhones und Apple Watches setzen bereits auf OLED.

Sollte sich der Mac mit Touchscreen durchsetzen, wäre das eine bedeutende Kehrtwende. So hatte der verstorbene Steve Jobs argumentiert, dass die Idee, dass Computerbenutzer nach oben greifen müssen, um einen aufrecht stehenden Bildschirm zu berühren, “nicht funktioniert”. Und auch Jobs Nachfolger Tim Cook hatte diese Haltung in den letzten Jahren beibehalten. Im Jahr 2012 verglich er die von Microsoft mit der damals vorgestellten Surface-Reihe vorgenommene Verschmelzung von Tablets und Laptops mit der Kombination eines Toasters mit einem Kühlschrank.

In der Zwischenzeit sind sich allerdings auch bei Apple Tablets und Laptops deutlich näher gekommen. So begann die Company ab 2018 damit, Apps vom iPad und später auch dem iPhone auf den Mac zu bringen. Dieser Schritt wertete zwar das Angebot an Apps auf und erleichterte Entwicklern die Arbeit, zeigte jedoch gleichzeitig die Nachteile der fehlende Touch-Unterstützung auf dem Mac auf.

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