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Was US-Finanzbehörden gegen Apple Pay Later haben

Jetzt kaufen, später ohne Zinsen zahlen, klingt nach einem guten Deal für Kunden. Doch die US-Finanzverbraucherbehörde CFPB meldet erhebliche Bedenken an.

Über das neue Finanzierungsfeature „Apple Pay Later“, das mit iOS 16 vorerst nur in den USA eingeführt wird, haben wir bereits ausführlich berichtet . Damit kann man überall, wo Apple Pay unterstützt wird (in den USA praktisch überall), den aktuellen Kauf innerhalb von sechs Wochen in vier Raten ohne zusätzliche Gebühren abstottern. Apple tritt hier über seine 100-prozentige Tochter Apple Financial LLC, die eine staatliche Lizenz für Kreditvergabe hat, faktisch als Kreditgeber auf. Leisten kann Apple sich das locker, hat es doch gewaltige Barreserven.

Fragt sich, was daran schlecht sein sollte, außer dass man es noch nicht überall, auch nicht in Deutschland nutzen kann? Bisher gibt es hierzulande ja noch nicht mal die Apple Card als Kreditkarte, die freilich von Goldman Sachs herausgegeben wird.

Doch insbesondere der Chef des Buerau of Consumer Financial Protection (BCFP https://www.consumerfinance.gov), Rohit Chopra, meldet Bedenken an, wie unter anderem 9to5Mac berichtet .

Kartellrecht und Datenschutz im Blick

Diese Bedenken gegen Apple Pay Later erstrecken sich demnach auf Kartellrecht, Datenschutz und Verschuldung. Außerdem will seine Behörde „die Auswirkungen des Eindringens von Big Tech in diesen Bereich sehr sorgfältig prüfen“, so Chopra.

Die kartellrechtlichen Bedenken bestehen darin, dass Apple in Form der Nutzung von Apple Pay Zugang zu einer Vielzahl von Kundendaten hat und diese Daten nutzen könnte, um sich einen unlauteren Vorteil gegenüber konkurrierenden BNPL („Buy now, pay later“)-Diensten zu verschaffen, was auch in Datenschutz-Hinsicht Fragen aufwirft. „Wird es mit dem Browserverlauf, dem Geolokalisierungsverlauf, den Gesundheitsdaten und anderen Anwendungen kombiniert?“, will die Regulierungsbehörde von Apple erfahren. Daher habe man das Unternehmen bereits aufgefordert, zu erklären, wie es Kundendaten im Zusammenhang mit Apple Pay sammelt und verwendet. Ähnliche Fragen hat die Behörde auch an Amazon, Facebook, Google und Paypal gestellt.

Verschuldung könnte sich fast unbemerkt erhöhen

Ferner ist die CFPB besorgt, dass BNPL-Systeme die Schulden der Verbraucher erhöhen. Aufgrund der Kurzfristigkeit der Finanzierung werden diese Systeme normalerweise nicht als Teil der Verschuldung betrachtet, aber Chopra meint, dass sich das ändern sollte. Denn Kreditausfälle entstehen beispielsweise auch, wenn die Konsumenten und User von Apple Pay Later ihre Schulden innerhalb der sechs Wochen nicht zurückzahlen können.

Wer sich fragt, was Apple selbst eigentlich von diesem Geschäft ohne eigene Zinseinnahmen oder Gebühren hat, wie es also dadurch Einnahmen generiert, sei auf diesen aufschlussreichen Artikel von ebenfalls 9to5Mac verwiesen : So werden auch Verkäufer aufgrund des attraktiven Services von Apple Pay Later umso mehr daran interessiert sein und müssen für den zugrunde liegenden Dienst Apple Pay eine, wenn auch geringe Gebühr an Apple abführen, doch in der Summe macht sich das durchaus in Apples Kasse bemerkbar. Apple erhalte außerdem wertvolle Einblicke in das Kaufverhalten der Verbraucher, womit sich künftiges Konsum- und Ausgabeverhalten leichter vorhersagen lässt.

Unsere Meinung

Der Einsatz der BCFP ist auf jeden Fall sehr zu begrüßen, denn so attraktiv das Angebot von Apple auch erscheint, sollten User volle Transparenz darüber erwarten, was dies für ihr eigenes Konsumverhalten und auch für den Datenschutz bedeutet. Sollte dieser Dienst jemals nach Europa und Deutschland kommen, wäre damit schon einiges gewonnen, zumal die Bestimmungen in Bezug auf den persönlichen Datenschutz hier noch mal strenger sein dürften.

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