Wie Sie Ihr iPhone richtig laden

Wie Sie Ihr iPhone richtig laden

Schaden Sie dem Akku Ihres iPhones, wenn Sie es zu häufig oder zu lange laden? Wir fassen die besten Tipps zusammen, wie Sie den Akku Ihres iPhones nicht zu schnell abnutzen.

Der Akku eines Smartphones wird mit der Zeit immer schlechter. Hält Ihr iPhone anfangs noch locker einen Tag durch, wird es schon nach zwei Jahren deutlich schwieriger, ohne Zwischenladen durch den Tag zu kommen.

Teilweise liegt das daran, wie Sie Ihr Smartphone verwenden. Je mehr Apps Sie installieren, je mehr Datenmüll sich ansammelt, je mehr Benachrichtigungen eingehen, desto stärker wird die Batterie Ihres iPhones belastet. Solange wir keine bessere Technologie als Lithium-Ionen-Akkus haben, müssen wir lernen, sie möglichst schonend zu verwenden.

Wie alle Batterien verschleißen Smartphone-Akkus mit der Zeit und können immer weniger Ladung aufnehmen. Üblicherweise haben sie eine Lebenszeit von drei bis fünf Jahren – oder 500 bis 1.000 Ladezyklen –, doch bereits ein drei Jahre alter Akku hat eine merklich kürzere Laufzeit als ein neuer.

Drei Faktoren haben die größte Auswirkung auf die Gesundheit von Lithium-Ionen-Akkus: 

  • Anzahl der Ladezyklen

  • Wärme 

  • Alter

Wenn Sie unsere Tipps zur Pflege Ihres Akkus befolgen, sollte Ihr Akku allerdings deutlich länger halten.

Wann sollten Sie Ihr iPhone laden?

Die Faustregel ist, den Akkustand zwischen 30 und 90 Prozent zu halten. Laden Sie Ihr iPhone auf, wenn es unter 50 Prozent fällt, ziehen Sie es aber wieder ab, bevor es 100 Prozent erreicht. Aus diesem Grund ist es nicht unbedingt die beste Idee, Ihr Smartphone über Nacht zu laden.

Der letzte Abschnitt von 80 bis 100 Prozent belastet den Akku immens und lässt ihn daher schneller altern. Vielleicht ist es also besser, Ihr iPhone beim Frühstück oder bei der Arbeit zu laden. Es ist nicht katastrophal, wenn Sie Ihr iPhone voll aufladen, aber Sie sollten es vermeiden, da jedes Mal der Akku ein kleines bisschen altert.

Gleichermaßen sollten Sie vermeiden, dass die Batterie unter 20 Prozent fällt. Lithium-Ionen-Akkus mögen Füllstände unterhalb der 20-Prozent-Marke genauso wenig wie den Bereich zwischen 80 und 100 Prozent. Sie sollten den unteren Bereich daher als Notreserve für lange Tage betrachten und Ihr Handy aufladen, sobald die Benachrichtigung über geringen Akkustand auftaucht.

Kurz gesagt: Lithium-Ionen-Akkus geht es im mittleren Bereich am besten. Vermeiden Sie am besten zu hohe oder zu geringe Akkustände. Laden Sie Ihr iPhone lieber mehrmals täglich etwas auf, statt einmal am Tag komplett.

Wenn Sie nicht selbst darauf achten können oder wollen, können Sie auf Ihrem iPhone in der App „Kurzbefehle“ eine Benachrichtigung einrichten, die Sie auf hohen oder niedrigen Batteriestatus hinweist. Das können Sie im Tab „Automation“ mithilfe einer persönlichen Automation tun. Der Eintrag für den Batteriestatus befindet sich in der Auswahl weiter unten.

Mit iOS 13 hat Apple außerdem „Optimiertes Laden“ eingeführt. Diese Funktion soll mithilfe einer KI helfen, die Lebensdauer Ihrer iPhone-Batterie zu erhöhen, indem sie den Ladevorgang auf 80 Prozent begrenzt und basierend auf Uhrzeit-, Positions- und Nutzungsdaten lernt, wann der Akku auf 100 Prozent aufgefüllt werden muss. Im Normalfall müssen Sie sich keine Sorgen darum machen, da die Funktion standardmäßig aktiviert ist. Um den Status zu überprüfen, öffnen Sie „Einstellungen > Batterie > Batteriezustand“. Ist der Schalter grün, ist alles in Ordnung. Ist er grau, sollten Sie ihn lieber wieder umlegen.

iPhone schnell aufladen – schadet es dem Akku?

Wie die meisten modernen Smartphones unterstützen auch alle iPhones ab dem iPhone 8 schnelles Aufladen – auch Fast Charging genannt. Benötigt wird dafür mindestens ein 18-Watt-Netzteil, ab dem iPhone 12 müssen es sogar mindestens 20 Watt Leistung sein, schreibt Apple auf der offiziellen Support-Seite .

Die gute Nachricht ist, dass schnelles Aufladen selbst dem Akku nicht schadet. Problematisch ist die Wärme, denn hier verhält es sich wie beim Akkustand: zu wenig ist schlecht, zu viel auch. Am wohlsten fühlt sich ein Lithium-Ionen-Akku zwischen 20 und 30 Grad Celsius. Je höher die Ladeleistung, desto höher die Wärmeentwicklung. Kurze Ausreißer in höhere Temperaturbereiche sind in Ordnung, allerdings sollten Sie aufpassen, dass Ihr iPhone nicht über längere Zeit heiß läuft.

Insbesondere im Sommer ist Ihre Elektronik ohnehin schon höheren Temperaturen ausgesetzt. Sollten Sie Ihr iPhone beispielsweise doch über Nacht laden, legen Sie es lieber nicht unters Kissen, wo überschüssige Wärme nur langsam entweichen kann. Im Sommer kann es sich unter Umständen lohnen, in „cooles“ Zubehör fürs iPhone zu investieren.

Das richtige Ladegerät

Auf der sicheren Seite bewegen Sie sich, wenn Sie Ihr iPhone mit einem Apple-zertifizierten Ladegerät und Lightning-Kabel laden. Auf der wirklich sicheren Seite bewegen Sie sich, wenn Sie nur mit einem offiziellen Apple-Ladegerät laden. Tunlichst vermeiden sollten Sie hingegen billige No-Name-Ladegeräte und Kabel von eBay und Amazon, da sie häufig nicht die Qualitätsanforderungen von Apple erfüllen. Unter Umständen kann es zu Schäden kommen, die nicht von der Garantie abgedeckt werden. Wenn Sie auf kabelloses bzw. induktives Laden setzen, sollten Sie auf Geräte mit Magsafe oder Qi-Zertifizierung setzen. Wie oben erwähnt, funktioniert die Schnellladefunktion allerdings erst ab einer bestimmten Leistung. Eine Auswahl kompatibler Ladegeräte und Powerbanks hat Thomas Bergbold erst kürzlich getestet .

Schreibe einen Kommentar

X

Main Menu