Windows 11: So steigern Sie die Gaming-Performance

Windows 11: So steigern Sie die Gaming-Performance

Foto: DC Studio – shutterstock.com

Mit entsprechender Hochleistungs-Hardware macht das Spielen am PC richtig viel Spaß. Das liegt nicht zuletzt auch an Windows 11. Unter “Spielmodus” lässt sich der Rechner für das Ausführen von Spielen optimieren. Die so erzielte Leistungssteigerung ist jedoch minimal. Wichtiger ist, dass Windows in diesem Modus während des Spiels keine Treiberinstallationen vornimmt und keine Neustart-Benachrichtigungen ausgibt. Zudem soll Windows die Einstellungen für eine stabilere Bildfrequenz abhängig vom Spiel und System automatisch anpassen.

Spielmodus in den Windows-Einstellungen einschalten.
Spielmodus in den Windows-Einstellungen einschalten.
Foto: Christoph Hoffmann

Auch der neueste Windows-Ableger enthält die Xbox Game Bar, die vor allem Hardcore-Gamer unterstützen soll. Damit können Sie während eines im Vollbild laufenden Spiels Screenshots und Videos aufzeichnen, die Audio-Ein- und Ausgabe steuern sowie die Auslastung von CPU, Grafikkarte und RAM sowie die aktuelle Frame-Rate überwachen. Sie rufen die Leiste mit der Tastenkombination Win+G auf. Falls die Leiste nicht erscheint, stellen Sie in den “Einstellungen” unter “Spielen > Xbox Game Bar” sicher, dass der Schieberegler auf “Ein” steht.

Xbox Game Bar auf dem Windows-Desktop.
Xbox Game Bar auf dem Windows-Desktop.
Foto: Christoph Hoffmann

Unter Windows 11 gibt es noch eine weitere Optimierungsmöglichkeit für mehr Gaming-Performance: Gehen Sie in der “Einstellungen”-App zu “System > Bildschirm > Grafik > Standardgrafik-Einstellungen” und aktivieren Sie die beiden Optionen “Hardwarebeschleunigte GPU-Planung” und “Optimierungen für Fensterspiele”. Damit lässt sich die Latenz verringern und die Leistung verbessern. Unterstützt werden Grafikprozessoren von AMD und Nvidia.

Hardwarebeschleunigte GPU-Planung in den Windows-Einstellungen aktivieren.
Hardwarebeschleunigte GPU-Planung in den Windows-Einstellungen aktivieren.
Foto: Christoph Hoffmann

AMD und Nvidia aktualisieren regelmäßig die Treiber für Ihre Grafikkarten beziehungsweise die Grafik-Chips. Damit auch neuere Games vollumfänglich unterstützt werden, sollten stets die aktuellsten Treiber installiert haben. Schauen Sie selbst bei AMD und Nvidia im Download-Bereich vorbei oder nutzen Sie die Live-Update-Funktionen der bereits installierten Treiber.

Das gilt übrigens auch für die Chipsatz-Treiber von AMD und Intel. Oft wird vom Mainboard-Hersteller eine Software angeboten oder automatisch installiert, um die Treiber auf dem neuesten Stand zu halten. Sie können auch spezielle Update-Checker wie Iobit Driver Booster verwenden.

Laden und installieren Sie aktuelle Hardware-Treiber.
Laden und installieren Sie aktuelle Hardware-Treiber.
Foto: Christoph Hoffmann

Bei PCs mit wenig physikalischem Arbeitsspeicher (RAM) unter vier GB kommt der Auslagerungsdatei von Windows eine große Rolle zu. In diesem Bereich auf Festplatte/SSD stellt das Betriebssystem einen zusätzlichen Speicher bereit. In den Voreinstellungen verwaltet Windows die Größe der Auslagerungsdatei automatisch. Bei PCs mit mehr als 32 GB RAM kann sie komplett deaktiviert werden.

Öffnen Sie die “Einstellungen”-App und gehen Sie zu “System > Info”. Hier klicken Sie auf “Erweiterte Systemeinstellungen”. Es öffnet sich ein neues Desktop-Fenster. Im Register “Erweitert” drücken Sie “Einstellungen” und gehen zum Register “Erweitert”. Im unteren Fensterbereich klicken Sie auf “Ändern”. Windows verwaltet den virtuellen Arbeitsspeicher automatisch, entfernen Sie das Häkchen vor der Option und schalten Sie “Keine Auslagerungsdatei” ein. Mit Klicks auf “Festlegen” und “OK” schließen Sie das Fenster. Eventuelle Hinweise bestätigen Sie. Starten Sie den PC anschließend neu.

Beobachten Sie nun, wie sich Windows beim Spielen verhält. Sollte es zu Fehlermeldungen oder Aussetzern kommen, passen Sie die Einstellungen für die Auslagerungsdatei an. Versuchen Sie es mit manuellen Einstellungen und wählen Sie als Laufwerk die schnellste SSD beziehungsweise Festplatte aus. Als Größe empfehlen wir die Hälfte des physikalisch vorhandenen Arbeitsspeichers.

Für das Spielen kann die Hardware nie schnell und gut genug sein – vor allem Prozessor, Grafikkarte, Arbeitsspeicher und SSDs tragen unmittelbar zum Gaming-Erlebnis bei. Während der Austausch vom Prozessor nicht so ohne weiteres möglich ist, lassen sich Grafikkarte und Arbeitsspeicher vergleichsweise einfach tauschen beziehungsweise erweitern. Das Handbuch zum Mainboard liefert hinzu entsprechende technische Hinweise. Vor allem die Erweiterung des Arbeitsspeichers sorgt dafür, dass viele Anwendungen schneller laden und flüssiger laufen.

Experimentierfreudige Gamer können sich auch am Übertakten von Prozessor und Grafikkarte versuchen. Viele Mainboard-Hersteller wie MSI und Gigabyte liefern eigene Tools mit, um die Taktfrequenz für mehr Leistung zu erhöhen. Aber Vorsicht: Mehr Leistung bedeutet auch weniger Stabilität. Es gilt also, einen guten Kompromiss zu finden.

(PC-Welt)

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